Wittenberg (aw). Mit einer Feierstunde und zahlreichen Gästen hat das Augustinuswerk am 22. April seine neue Waschwerkstatt gGmbH in der Gottlieb-Daimler-Straße offiziell eröffnet. Bereits seit dem 19. Januar läuft der Betrieb am neuen Standort. Zur Einweihung kamen neben Mitarbeitenden und beteiligten Baufirmen unter anderem auch Landrat Christian Tylsch, Sparkassen Vorstand Ralf Finke, der katholische Pfarrer Michael Poschlod sowie Matthias Monecke, Vorstand und Geschäftsführer des Augustinuswerk e. V. Mit dem Neubau zieht das Augustinuswerk einen Schlussstrich unter die alte Werkstatt in der Kirchhoffstraße. In das Projekt flossen knapp zwei Millionen Euro, unterstützt durch Fördermittel der „Aktion Mensch“.
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Beim anschließenden Rundgang konnten die Gäste die Produktion im Echtbetrieb erleben – alle Maschinen liefen. Los ging es bei der Annahme der schmutzigen Wäsche. Hier wird sie gewogen, sortiert und entweder auf die großen Waschmaschinen oder in die Waschstraße verteilt.

„Ein zentraler Punkt ist die Hygiene“, sagt die Leiterin der Waschwerkstatt Heike Berger. Leere Transportwagen werden durch eine Desinfektionsschleuse geführt, bevor sie wieder mit sauberer Wäsche in Kontakt kommen. Von dort aus geht es in die rund 1.000 Quadratmeter große Werkhalle – das Herzstück der Anlage.

Hier zeigt sich die Leistungsfähigkeit der neuen Technik. Drei große Waschmaschinen mit jeweils 100 Kilogramm Fassungsvermögen und eine Durchlauf-Waschstraße reinigen die Textilien effizient. Innerhalb von zehn Minuten werden rund 25 Kilogramm Wäsche gewaschen. Anschließend wird sie getrocknet, weiterverarbeitet und zur Mangel gebracht.

Besonders im Fokus stand die neue Mangelanlage. Die Maschine im Wert von rund einer halben Million Euro glättet tausende Teile in kurzer Zeit. Während der Führung wurde vorgeführt, wie Handtücher und Bettwäsche eingelegt, geglättet und direkt von den Mitarbeitenden zusammengelegt werden. „Das läuft jetzt deutlich schneller und ist körperlich einfacher“, sagte ein Mitarbeiter.

Insgesamt können in der neuen Werkstatt bis zu drei Tonnen Wäsche pro Tag verarbeitet werden. Aktuell arbeiten hier 15 Beschäftigte.

Zum Abschluss des Rundgangs wurden die Gäste auf der Empore empfangen. Von dort aus ließ sich der gesamte Arbeitsablauf überblicken.

Bei einem kleinen Empfang mit Catering aus dem Augustinuswerk blickte Matthias Monecke auf die Bauzeit zurück. „Nach der Genehmigung stand die Halle in etwa einem halben Jahr“, sagte er und zeigte dazu eine kurze Foto- und Videopräsentation.






