Oranienbaum (md/wg). Am Donnerstag, dem 30. April, lenkt der Kastellan Sebastian Görtz die Aufmerksamkeit auf besondere Darstellungen im Schloss Oranienbaum und im Chinesischen Haus (siehe Foto). Treffpunkt ist um 17 Uhr am Gartenreichladen, Kosten pro Person: 12 Euro. Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist, bittet die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz um Anmeldung per Mail an: schloss-oranienbaum@gartenreich.de oder unter Tel.: 034904/20 259.
Glücksdrachen, Einhörner, Seidenraupenzucht – im Schloss und Schlosspark von Oranienbaum finden sich zahlreiche Bildnisse und Architekturen mit traditionellen chinesischen Motiven. Bereits im 18. Jahrhundert hatte Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau einen Teil der Anlagen mit Chinoiserien neu gestalten lassen. Ihm ging es dabei wohl nicht allein um Chinamode oder vermeintliche Exotik, sondern um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit chinesischer Kultur und Historie. Immer wieder wird mit künstlerischen Darstellungen auf das Leben des bedeutenden Philosophen Konfuzius angespielt.
Die Chinoiserien in Oranienbaum verweisen aber nicht allein auf Ostasien. Vielmehr wird an ihnen eine weit verzweigte kulturelle Rezeption deutlich, deren Spuren auch in britischen Gärten, auf schwedischen Handelsschiffen, in französischen Druckereien und in Briefen des Jesuitenordens zu finden sind. Foto: W. Gorsboth

