Freitag, 24.04.2026

Wittenberg (md/wg). Eine Krebserkrankung ist nicht nur für die Betroffenen schlimm, sie belastet auch die Angehörigen. Studien zufolge entwickeln bis zu 40 Prozent Symptome von Depressionen und Angst. Mit dem Familiencoach Krebs möchte die AOK diesen Angehörigen helfen. Entstanden ist der Familiencoach Krebs in Zusammenarbeit mit betroffenen Angehörigen und Expertinnen und Experten des Universitätsklinikums Leipzig und des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Familienangehörige und Freunde von an Krebs Erkrankten müssen oft das Familien- und Arbeitsleben unter einen Hut bringen, während sie einem nahestehendem Menschen helfen, mit einer lebensbedrohlichen Krankheit zu leben. Der Familiencoach Krebs soll ihnen deshalb helfen, sich selbst vor emotionaler, körperlicher oder sozialer Überlastung zu schützen. Das Online-Selbsthilfeprogramm steht allen Interessierten unter www.aok.de/familiencoach-krebs kostenfrei zur Verfügung. Es umfasst viele Themen und ist modular aufgebaut, sodass Betroffene ihn flexibel nutzen können. Die Inhalte sind dabei in verständlichen Texten oder Filmen aufbereitet und wissenschaftlich fundiert.

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Im Bereich „Gut für sich sorgen“ geht es beispielsweise um Strategien zur Bewältigung der eigenen psychischen Belastungen, im Bereich „Beziehungen stärken“ um schwierige Gespräche mit Angehörigen, das Sprechen mit Kindern über die Erkrankung oder um den Einfluss von Krebserkrankungen auf die Sexualität. Weitere Themen sind der richtige Umgang mit Angst, Wut und Frustration infolge der Erkrankung oder auch die palliative Therapie, also die Behandlung im Falle einer voraussichtlich nicht mehr heilbaren Erkrankung.

Auch die Erkrankung selbst steht im Fokus, denn nichts verunsichert Betroffene und Angehörige stärker als Ungewissheit. Wer gut über Krebs informiert ist, gewinnt Sicherheit und kann nahestehende Menschen kompetenter bei wichtigen Entscheidungen begleiten. Aus diesem Grund vermittelt der Familiencoach Krebs auch umfassendes Wissen über die Erkrankung, moderne Therapieoptionen, neue Behandlungsansätze sowie über Möglichkeiten, wie man Erkrankte aktiv auf ihrem Weg zur Genesung unterstützen kann.

Früherkennung kann Leben retten

Um die Heilungschancen zu erhöhen, ist es wichtig, dass Krebs frühzeitig erkannt wird. Dafür können gesetzlich Versicherte regelmäßig Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen nutzen, die von ihrer Krankenkasse bezahlt werden. Die AOK appelliert deshalb an alle Menschen in Sachsen-Anhalt, diese Untersuchungen zu nutzen. Sie können viel Leid verhindern und Leben retten. Alle Informationen zu Früherkennungsuntersuchungen gibt es unter www.deine-gesundheitswelt.de/vorsorge-impfschutz/vorsorgeleistungen-auf-einen-blick.

Für Betroffene ist auch die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft ein wichtiger Ansprechpartner. Sie bietet nicht nur psychosoziale Beratung und Aufklärung, sondern hilft durch Fachaustausch, Selbsthilfegruppen oder Vernetzung, Ängste abzubauen und gibt Betroffenen Kraft. Mehr Infos unter www.krebsgesellschaft-sachsenanhalt.de. Foto: AOK

Von Redaktion

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