Freitag, 24.04.2026

Wittenberg (md/wg). Am 23. April 2026 haben Studierende der Hochschule Anhalt im großen Saal des Alten Rathauses der Lutherstadt Wittenberg mögliche Nachnutzungskonzepte für die Gebäude der Alten Hauptpost sowie des Alten Gefängnisses vorgestellt. „Die Immobilien müssen belebt werden, um am Leben zu bleiben“, sagte Oberbürgermeister Torsten Zugehör, der gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH, Sandra Wilking, sowie dem Geschäftsführer der Wittenberger Wohnungsbaugesellschaft mbH, Rando Gießmann, der Präsentation beiwohnte.

Fünf von insgesamt neun Konzeptideen wurden am Donnerstag von den Studenten des Masterstudiengangs Immobilien- und Projektmanagement erläutert. „Positiv überrascht hat mich, dass die Konzeptansätze so breit gefächert sind“, resümierte die Projektleiterin und Professorin für Stadtplanung Vesta Nele Zareh. Die Aufgabenstellung umfasste eine detaillierte Analyse der Gebäude und des stadträumlichen Kontextes, eine Strategie mit festgelegten Entwicklungszielen sowie die Konzepterstellung.

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Das Gebäude der Hauptpost wurde als möglicher Wohnraum, als generationsübergreifendes „Haus der Begegnung“ oder als neue Museumsfläche für Telegraphie und Digitalisierung gedacht. „Gefangen im Wandel“ lautete einer der Ansätze für das Alte Gefängnis, welches als Lager- und Archivfläche, als Co-Working-Space oder als zukunftsfähiger Wissensstandort genutzt werden könnte.

Die vorgestellten Ideen werden von der Lutherstadt Wittenberg als wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung der beiden Immobilien bewertet. Oberbürgermeister Torsten Zugehör erklärte die Intention hinter der Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt: „Es geht um den sogenannten dritten Blick. Junge Menschen haben sich unter professioneller Begleitung mit den beiden Immobilien beschäftigt. Diese Perspektive von außen ist eine große Bereicherung für unsere weiteren Planungen.“

Eine konkrete Zeitschiene für die Nachnutzung der Gebäude liegt bislang nicht vor. Grundsätzlich besteht jedoch das Ziel, die Alte Hauptpost und das Alte Gefängnis nicht nur zu erhalten, sondern zukünftig wieder für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Foto: Stadtverwaltung Wittenberg

Von Redaktion

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