Mittwoch, 22.04.2026

Wittenberg (md/aw).Mit einem Pressetermin am 21. April haben die Bauarbeiten zur Weiterentwicklung der Kleingartenanlage „Am Stadtgraben“ offiziell begonnen. Ziel ist die Umgestaltung zu einem modernen Kleingartenpark, der künftig eine wichtige Verbindung im Wallanlagenrundweg schafft und den Universitätspark mit dem Luthergarten verknüpft. Ein bislang bestehender gestalterischer Bruch im südlichen Bereich des historischen Grüngürtels rund um die Altstadt wird damit geschlossen.

Neue Wege und mehr Aufenthaltsqualität
Im Zuge der Arbeiten entstehen neue Wege rund um den Teich und innerhalb der Anlage. Zudem werden einladende Eingänge geschaffen sowie blühende und schattenspendende Bepflanzungen angelegt. Geplant sind außerdem attraktive Aufenthaltsbereiche am Teichufer, Gemeinschaftsgärten Spielbereiche und ein Multifunktionsgebäude mit Gastronomie.

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Die bestehenden Kleingartenparzellen bleiben in kompakten Bereichen erhalten und werden weiterhin privat genutzt. Gleichzeitig wird die Anlage geöffnet und künftig auch der Öffentlichkeit als Freizeitraum zur Verfügung stehen.

Bedeutung für Stadt und Landesgartenschau
Die Stadt Lutherstadt Wittenberg und die Landesgartenschau Lutherstadt Wittenberg gGmbH sehen in dem Projekt einen wichtigen Schritt der Stadtentwicklung. OB Torsten Zugehör betont, dass mit dem neuen Kleingartenpark eine grüne Oase in unmittelbarer Nähe zur Altstadt mit ihren UNESCO Welterbestätten entsteht. Er dankte dem Stadtrat sowie dem Kleingartenverein für die konstruktive Zusammenarbeit und hob die Bedeutung der Fördermittel von Bund und Land hervor, ohne die eine schnelle Umsetzung nicht möglich wäre.

Auch Janine Stiller, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Lutherstadt Wittenberg gGmbH, unterstreicht die Rolle des Projekts für die Landesgartenschau 2028. „Die gestalterische Aufwertung schaffe neue Qualitäten im Stadtraum und mache das Zusammenspiel von historischen Strukturen, moderner Nutzung und landschaftlicher Vielfalt erlebbar. Gleichzeitig solle ein Ort entstehen, der dauerhaft zur grünen Stadtentwicklung beiträgt.“

Förderung und langfristige Perspektive
Finanziert wird das Vorhaben durch Mittel aus der Landesgartenschauförderung des Landes Sachsen Anhalt sowie aus Programmen der Städtebauförderung und des natürlichen Klimaschutzes. Damit wird ein zentrales Projekt der städtebaulichen Entwicklung realisiert, das über das Jahr 2028 hinaus Wirkung entfalten soll.

Information und Beteiligung der Bürger
Die Öffentlichkeit hat am Tag der Städtebauförderung am 9. Mai die Möglichkeit sich vor Ort über die Planungen zu informieren. Führungen werden um 13 Uhr und um 15 Uhr angeboten. Treffpunkt ist der Eingang des Universitätsparks gegenüber dem Haus des Handwerks. Parallel finden Führungen auf der Kuhlache statt.

Zusätzlich wird vom 7. bis 9. Mai eine Mitmachbaustelle Naturgarten angeboten, bei der sich Bürger aktiv beteiligen können. Eine Anmeldung ist bis zum 5. Mai erforderlich und über die Internetseite der Stadt möglich.

Foto: Erster Spatenstich für Kleingartenpark „Am Stadtgraben“ (v.l.) Jan Paul, Torsten Zugehör, Janine Stiller, Staatssekretär Gert Zender im Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt, Maik Grawenhoff, Referatsleiter für Städtebauförderung im Infrastrukturministerium Sachsen-Anhalt, Ute Mücke, Steffen Meyhöfer, Franziska Buse, David Liepe und Silke Kaden Foto: Stadtverwaltung

Von Redaktion