Dessau (md/wg). Geistliche Chormusik aus vier Jahrhunderten erklingt am Sonntag, dem 5. Juli, ab 17 Uhr in der Dessauer Johanniskirche. Die Dessauer Kantorei singt Werke unter anderem von Schütz, Schein, Palestrina und Mawby. Die Leitung des Konzerts hat Landeskirchenmusikdirektor Matthias Pfund inne. Das Konzert bildet den Auftakt zu einer Reise, die den Chor dieses Jahr in die Altmark führt.
Die Dessauer Kantorei ist ein Kammerchor, bestehend aus 20 Sängerinnen und Sängern. Diese kommen aus Thüringen, Sachsen und Anhalt und treffen sich alle vier Wochen zu Probenwochenenden in der Dessauer Petruskirche. Als im Jahr 1977 der Naumburger Domkantor Wolfgang Elger zum Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Landeskirche Anhalts berufen wurde, gründete er ein Jahr später die Dessauer Kantorei. In diesem Chor sangen zunächst ehemalige Sängerinnen und Sänger der Naumburger Zeit und Mitglieder des Dessauer Lutherchores.
Mit den Jahren kamen aus dem gesamten Gebiet der ehemaligen DDR neue Chormitglieder hinzu. Nach intensiven Proben ging es in jedem Jahr im Sommer für eine Woche auf Chorfahrt. So wurden in vielen Orten von der Ostsee bis in den Thüringer Wald bzw. vom Harz bis zur Oder Konzerte gegeben. Nach 1990 konnte der Chor sein Können auch in den alten Bundesländern, in Österreich, in Liechtenstein, in der Schweiz und in den Niederlanden zeigen.
Bisher führte der Chor ca. 370 Werke von 100 Komponisten aller Epochen in 145 verschiedenen Orten auf. Nach dem Ruhestandseintritt von Wolfgang Elger übernahm den Chor sein Nachfolger, Landeskirchenmusikdirektor Martin Herrmann und nach dessen Pensionierung ist nun Matthias Pfund aus Dessau Leiter des Chores. Foto: Evangelische Landeskirche Anhalts

