Mi.. Juni 24th, 2026

Wittenberg (md/aw). Die Geschichte der Lutherstadt Wittenberg erhält ein weiteres Kapitel: Mit dem Band „Wittenberger Köpfe“ ist jetzt die 18. Ausgabe der Schriftenreihe der Städtischen Sammlungen erschienen. Vorgestellt wurde das neue Werk am Dienstag im Museum im Zeughaus durch Oberbürgermeister Torsten Zugehör und den Herausgeber Dr. Stefan Rhein.

Zwölf Autorinnen und Autoren beleuchten in wissenschaftlich fundierten und quellenbasierten Beiträgen zwölf Persönlichkeiten, die das Leben und das Erscheinungsbild Wittenbergs über Jahrhunderte hinweg geprägt haben. Die porträtierten Frauen und Männer stammen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert und wirkten in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Dabei gehen die Beiträge über die reinen Lebensgeschichten hinaus und vermitteln zugleich Einblicke in die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Verhältnisse ihrer jeweiligen Zeit.

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„Ich bin der tiefen Überzeugung, dass dieses Buch viele Wittenbergerinnen und Wittenberger interessieren wird. Die Leute haben immer eine Neugier über die Wittenberger Geschichte und ihre Persönlichkeiten“, sagte Oberbürgermeister Torsten Zugehör bei der Vorstellung des Bandes.

Herausgeber Dr. Stefan Rhein betonte den Ansatz des Buches: „Die Idee der ‚Wittenberger Köpfe‘ ist es, Persönlichkeiten, aber auch weniger bekannte Menschen, die mit Wittenberg verbunden sind, vorzustellen. Die Geschichte Wittenbergs vom 16. ins 20. Jahrhundert soll somit in Einzelporträts vorgestellt werden.“

Zu den porträtierten Persönlichkeiten gehört unter anderem der Astronomieprofessor Georg Joachim Rheticus (1514–1574), der an der Leucorea lehrte und als einziger Schüler von Nikolaus Kopernikus gilt. Ebenfalls vorgestellt werden die Wittenberger Bürgermeister Ambrosius Reuter (1497–1535) und Theodor Schild (1838–1894) sowie der Unternehmer und Erfinder Hubert Joly (1854–1937), dessen Joly-Treppen weltweit Verbreitung fanden.

Weitere Kapitel widmen sich dem Schriftsteller Hans Lorbeer (1901–1973), der mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet wurde, sowie dem Historiker Gerhard Brendler (1932–2020).

Die Lutherstadt Wittenberg veröffentlicht bereits seit 1977 eine eigene Schriftenreihe zu stadtgeschichtlich bedeutsamen Themen. Unter dem heutigen Titel „Veröffentlichungen der Städtischen Sammlungen der Lutherstadt Wittenberg“ sind bislang 18 Bände erschienen.

Der neue Band „Wittenberger Köpfe“ wurde in einer Auflage von 500 Exemplaren veröffentlicht und ist für 27,50 Euro im Museum der Städtischen Sammlungen im Zeughaus erhältlich. Ein zweiter Teil mit weiteren Wittenberger Persönlichkeiten ist bereits geplant.

Foto: Stadtverwaltung Lutherstadt Wittenberg

Von Redaktion