Samstag, 18.04.2026

Wittenberg (md/wg). In Zusammenarbeit der Städtischen Sammlungen der Lutherstadt Wittenberg und dem Freundeskreis Julius-Riemer-Sammlung Wittenberg e.V. wird im Museum im Zeughaus, Juristenstraße 16a, am 17. April 2026 um 17 Uhr der Vortrag „Die Sámi – ein Volk im Norden Europas“ angeboten. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Die Sámi sind ein alteingesessenes Volk im Norden Europas. Ihr traditionelles Land, dass sie selbst „Sàpmi“ oder „Sámeednam“ nennen, erstreckt sich über Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Sie sind in allen diesen Ländern eine ethnische Minderheit mit eigener Kultur und eigenen Sprachen. Wie gelingt es, die sámische Kultur zu bewahren? Wie wirkt die Tradition heute auf das neue ethnische Selbstbewusstsein? Wie unterstützen deutsche ethnologische Museen diese Bestrebungen und wie sieht diese Zusammenarbeit konkret aus? Über diese und benachbarte Fragen spricht Dr. Birgit Scheps (siehe Foto), viele Jahre Kuratorin am Leipziger Völkerkundemuseum.

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Sonderausstellung

Unter dem Titel „Vielfalt in Tradition und Wandel – Minderheiten und Volksgruppen Europas“ widmet sich die Ausstellung im Zeughaus den Menschen, deren Sprache keine anerkannte Amtssprache in der Europäischen Union ist, sondern zu den sogenannten Minderheitssprachen zählt. Viele dieser Sprachen sind in Europa größtenteils kaum bekannt.

Mehr als 20 Minderheitssprachen werden in der Ausstellung in historischen Abbildungen und mit zahlreichen ethnographischen Objekten und Kunstwerken aus vier Jahrhunderten vorgestellt. Insbesondere die Geschichte und Kultur der Sorben schafft regionale Bezüge zur Geschichte Mitteldeutschlands und Wittenbergs, denn die sogenannte „wendische“ Sprache lässt sich in dieser Region vermutlich bis in die Frühe Neuzeit zurückführen.

Die Sonderausstellung ist bis zum 28. Juni 2026 im Zeughaus zu sehen; Öffnungszeiten von April bis Dezember: Mittwoch bis Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr, letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung. Foto: Grassi Museum

Von Redaktion

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