Dessau (md/wg). Am Donnerstag, dem 23. April 2026 wird Dr. Steffen Kaudelka von der Abteilung Schlösser und Sammlungen der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz Interessierten den „Neuen Begräbnisplatz“ in Dessau-Roßlau näherbringen. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Haupteingang zum Historischen Friedhof I in der Chaponstraße. Preis pro Person: 12 Euro. Es wird darum gebeten, das Eintrittsgeld passend mitzubringen, da es vor Ort keinen Museumsshop mit Kasse gibt. Die Anmeldung erfolgt unter service@gartenreich.de.
Der ab 1787 im Auftrag des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau angelegte „Neue Begräbnisplatz“ sorgte sehr bald für einen beispiellosen „Friedhoftourismus“ in Dessau. Zahlreiche große Geister des 18. Jahrhunderts ließen es sich nicht nehmen, die großartige Neuschöpfung des Fürsten Franz selbst in Augenschein zu nehmen. Dabei befindet sich sein direktes Vorbild nur wenige Kilometer von Dessau entfernt.
Der „Neue Begräbnisplatz“ ist aber nicht nur „Quelle“ für die Geschichte der Stadt und ein in vielerlei Hinsicht bedeutsames Beispiel „neuer“ Friedhofsarchitektur im Fürstentum Anhalt-Dessau. Als Ort der Aufklärung ist er architektur- und sozialhistorisch von höherer Aussagekraft. Bei dem Rundgang wird der Frage nachgegangen, welche Besonderheiten diesen kennzeichnen und warum der „Neue Begräbnisplatz“ für die Geschichte des Fürstentums und seiner ehemaligen Residenzstadt bedeutsam ist. Foto: ©KsDW/Lars Reimann

