Fr. Mrz 1st, 2024

Wittenberg (wg). Zusammen bewegen und gemeinsam über Depressionen reden: 4.300 Kilometer für die mentale Gesundheit – Aufklärungsarbeit unter freiem Himmel. Bereits zum zehnten Mal bewegen sich in diesem Sommer hunderte Menschen mit und ohne Depressionserfahrung im Rahmen der „MUT-TOUR“ durch Deutschland, um ein Zeichen zu setzen für mehr Offenheit, Wissen und Mut im Umgang mit Depressionen. Insgesamt drei Monate werden die Teams vom 18. Juni bis zum 10. September wieder zu Fuß in Pferdebegleitung sowie auf Tandems unterwegs sein.


Die Alexianer Klinik Bosse Wittenberg unterstützt diese Aktion und lädt am Sonntag, dem 10. Juli 2022, zwischen 11 und 12.30 Uhr in die Hans-Lufft-Straße 5 ein. Im Klinikgarten hinter dem Sport- und Therapiezentrum haben Besucher die Möglichkeit mit Psychologen, den Teilnehmern der „MUT-TOUR“ und anderen Betroffenen in Austausch zu kommen. Die Klinik Bosse und der dort ansässige St. Michael e.V. stellen ihre Hilfsangebote vor. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Alle Interessenten sind herzlich zum Austausch unter freiem Himmel eingeladen und müssen nicht Patienten der Klinik Bosse sein. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Sport- und Therapiehalle der Klinik statt, hier gilt dann das 3-G-Zugangsmodell.

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In den vergangenen zehn Jahren konnte die „MUT-TOUR“ jeden Sommer erleben, wie sich durch offene Gespräche, Berührungsängste und Vorurteile stetig abbauen lassen und auch die Teilnehmenden – weit über die Dauer der Etappenphasen hinaus – ein Gemeinschaftsgefühl erfahren, welches sie auch im Alltag nachhaltig unterstützt.


Um das zehnjährige Jubiläum zu begehen, wird sich das Aktionsprogramm in diesem Jahr einen ganz speziellen thematischen Fokus auf die Gepäckträger schnallen und in die Wanderrucksäcke packen: 2022 möchte die „MUT-TOUR“ insbesondere die Auseinandersetzung mit der Perspektive Angehöriger von Menschen mit psychischen Erkrankungen fördern. In den täglichen Interviews mit den Medien entlang der Strecke sowie den Gesprächen am Wegesrand, berichten die Teilnehmenden von den Erfahrungen mit der eigenen Erkrankung und suchen den offenen Austausch über die Bedürfnisse von sowohl Betroffenen als auch Angehörigen.


Neben allen wichtigen Informationen zur Initiative „MUT-TOUR“ sowie dem Trägerverein Mut fördern e.V., stellen im Klinikgarten ortsansässige Vereine auch die eigenen Hilfsangebote vor. Zusätzlich organisiert die „MUT-TOUR“ an mehreren Orten Mitmach-Aktionen, die es möglich machen, die jeweiligen Etappenteams auf dem eigenen Fahrrad bzw. zu Fuß für einen kleinen Teil des Weges zu begleiten. Mit niedrigschwelligen Angeboten, wie den Bewegungsspenden und der Mut-Schnipseljagd, lässt die „MUT-TOUR“ auch die teilhaben, für die es nicht möglich ist persönlich dabei zu sein.


Unterstützt wird die „MUT-TOUR“ durch die Krankenkassen DAK, BARMER, der Deutsche Rentenversicherung Bund sowie zehn ihrer Landes-DRVen, den Landschaftsverband Rheinland (LVR), Aktion Mensch sowie einige Stiftungen. Mit der Deutschen DepressionsLiga e.V., Stiftung Deutsche Depressionshilfe, dem Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V., dem ADFC, Deutsches Bündnis gegen Depression sowie der Deutsche Angst-Selbsthilfe e.V. arbeitet die „MUT-TOUR“ partnerschaftlich zusammen.

Bild: Die „MUT-TOUR“ wirbt für mehr Offenheit im Umgang mit Depressionen. Foto: Veranstalter

Von Redaktion

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