Bad Schmiedeberg (md/wg). Das vom Förderverein für Kultur- und Denkmalpflege Rotta (FKDR) angekündigte Meisterkonzert mit der Harfenistin Sophia Warczak am 15. November 2026, 15 Uhr, im Festsaal des Kurhauses muss aufgrund gesundheitlicher Gründe abgesagt werden. Stattdessen spielt der Berliner Pianist Frank-Immo Zichner unter dem Motto „Himmliche Längen“ zwei Klavierkonzerte von Franz Schubert: die Sonate a-Moll D. 845 op. 42 und die Sonate B-Dur D. 960. Zichner unterrichtet seit 2011 an der Universität der Künste in Berlin und gründete an diesem Haus das Kammermusikzentrum der UdK. Er ist zudem Mitglied im Vorstand des FKDR und dort für die Dramaturgie zuständig.
Franz Schuberts Klaviersonaten führen in eine musikalische Welt, in der sich Schönheit und Vergänglichkeit, Zuversicht und Zweifel auf einzigartige Weise begegnen. Die Sonate a-Moll D. 845 aus dem Jahr 1825 und die Sonate B-Dur D. 960, Schuberts letzte Klaviersonate aus dem Jahr 1828, markieren zwei unterschiedliche Stationen seines Schaffens. Gemeinsam eröffnen sie einen Blick auf die außergewöhnliche Tiefe und Vielschichtigkeit seiner musikalischen Sprache.
In der Gegenüberstellung der beiden Sonaten wird Schuberts besondere Fähigkeit hörbar, musikalische Zeit nicht nur als Entwicklung, sondern auch als Erinnerung und inneres Erleben zu gestalten. Während die Sonate a-Moll ihre Gegensätze in einer spannungsvollen Bewegung austrägt, scheint die Sonate B-Dur aus einer grenzenlosen Weite heraus zu sprechen. Beide Werke lassen Fragen offen, statt eindeutige Antworten zu geben – und gerade darin liegt ihre anhaltende, zutiefst menschliche Wirkung. Foto: ©Bettina Straub


