Donnerstag, 14.05.2026

Dessau (md/wg). Zum 7. Sinfoniekonzert am 14. und 15. Mai, jeweils um 19.30 Uhr, wird die Anhaltische Philharmonie unter der Leitung des Gastdirigenten Vilmantas Kaliunas im Großen Haus Werke von Mikaloijus Ciurlionis, Carl Maria von Weber und Robert Schumann spielen. An beiden Tagen gibt es vorab um 19 Uhr im Foyer eine Werkeinführung.

Der 1875 im Süden Litauens geborene Ciurlionis war nicht nur ein anerkannter Komponist, sondern auch ein sehr talentierter Maler. Durch seine Doppelbegabung verstand er sich als Synästhetiker und suchte nach Möglichkeiten einer Synthese zwischen Bildender Kunst und Musik. Schon seine frühe, noch in seiner Studienzeit am Warschauer Konservatorium entstandene Sinfonische Dichtung „Miske“ spiegelt in ihrer Linearität und orchestralen Farbigkeit ein spezifisch malerisches Denken wider. Ciurlionis entwirft darin das stimmungsvolle Bild eines lichten und freundlichen Waldes ohne Düsternis und romantischen Hörnerklang, wie es der Zuhörer etwa aus dem „Freischütz“ Carl Maria von Webers kennt.

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Als junger Mann unternahm Weber zahlreiche Konzertreisen, um sich und seine Kompositionen deutschlandweit bekannt zu machen. In München lernte er den Klarinettisten Heinrich Joseph Baermann kennen. Für ihn schrieb er 1811 ein Concertino und zwei Konzerte, die die beiden auf einer Tournee überall aufführten. Von besonderem Reiz ist das 2. Klarinettenkonzert, das neben brillanter Virtuosität auch die kantablen Qualitäten des Soloinstruments wirkungsvoll hervortreten lässt. Solist ist Lyuta Kobayashi (siehe Foto).

Robert Schumann war auf ärztliches Anraten im Dezember 1844 mit seiner Familie aus Leipzig in die „gesündere Stadt“ Dresden umgezogen. Hier entwarf er ein Jahr später eine neue Sinfonie, die er dann 1846 fertigstellte. Diese C-Dur-Sinfonie ist der Versuch, „den Geist Bachs und Beethovens mit neuer romantischer Substanz, mit der Poesie Mendelssohns, verquicken zu wollen“, wie der Musikwissenschaftler Attila Csampai formulierte. Das an dritter Stelle stehende Adagio gilt als einer der schönsten und tiefsten Sätze, die Schumann geschrieben hat. Foto: Tilmann Graner

Von Redaktion

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