Museum nach Feierabend: Vortrag „Der Beginn der Reformation in Dänemark“, (1526–1536)
Der Vortrag bietet eine Einführung in die Reformation in Dänemark, die vor allem ab 1526 mit der Einrichtung einer reformatorischen Kirchenordnung und Gründung einer lutherischen Pfarrerausbildung in den Ländereien Haderslev und Tørning an Fahrt gewann. An der Spitze dieser Entwicklung stand Herzog Christian, der spätere König Christian III.
Die endgültige Entscheidung, das gesamte Land zu reformieren, ließ jedoch auf sich warten. Sie fiel erst zehn Jahre später, nach einem Bürgerkrieg.
Die Beziehung zu Deutschland und besonders zu Luther war in mehrfacher Hinsicht von Anfang an eng und bedeutsam. Der junge Herzog Christian hatte sich 1521 selbst in Worms aufgehalten – eine Erfahrung, die großen Eindruck auf ihn gemacht hatte und wohl für seine spätere Ausrichtung von Bedeutung war.
Referentin
Prof. Dr. Anna Vind ist seit 2002 an der Universität Kopenhagen tätig, wo sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistenzprofessorin, später als außerordentliche Professorin sowie von 2013 bis 2018 als Professorin für Kirchengeschichte (mit besonderen Aufgaben) wirkte. Im Jahr 2002 promovierte sie mit einer Dissertation über die Kontroverse zwischen Latomus und Martin Luther zur Frage, ob jede gute Tat zugleich Sünde sei.
Seit 2023 arbeitet sie an der von der Carlsberg Foundation geförderten Monografie „Modus loquendi. Word and Communication in Martin Luther“. Zudem gründete sie das Centre for Copenhagen Luther Research, das nationale und internationale Lutherforschung interdisziplinär vernetzt, den wissenschaftlichen Nachwuchs fördert und Drittmittelprojekte initiiert.
