Zahna (md/wg). Das diesjährige Zahnaer Ernte- und Stadtfest steht unter dem Motto „Schaupflügen mit alter Technik“. Die Vorführung startet am Samstag, dem 5. September, von 10 bis 12 Uhr hinter dem Gelände der Agrofarm Zahna in Richtung Ottmannsdorf. Ebenfalls um 10 Uhr fällt auf dem Hof des Bauernmuseums (siehe Foto), Jüterboger Straße 37, der Startschuss. Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt, Kinder bis 16 Jahren haben freien Eintritt.
Laut Ankündigung wird ein erlebnisreicher Tag für die ganze Familie mit der Überschrift „Buntes Markttreiben“ geboten. Der Rassekaninchenverein und Bienenzüchterverein sind am Samstag vor Ort, verschiedene Händler, das Jugendrotkreuz mit Spielen und Basteln für Kinder und Jugendliche, Rosalie Richter mit ihren Alpakas und in der Schmiede wird gezeigt, wie dieses Handwerk funktioniert. Nach der großen Traktorenparade, die um 13 Uhr beginnt und mit Sicherheit viele Schaulustige anlocken wird, folgen die Auftritte der „kleinen und mittleren Hotgirls“ aus Klebitz (14.30 Uhr), der Kindertagesstätte „Unter dem Regenbogen“ (15.30 Uhr) und des ATV Zahna (16 Uhr).
Ab 18 Uhr spielt DJ Tobias zum Tanz im Festzelt auf. Hier gibt es weitere Tanzeinlagen der Hotgirls aus Klebitz sowie des ATV Zahna. Das Ende der Veranstaltung ist für Sonntag 1 Uhr geplant. Parkplätze stehen den Besuchern auch auf der Agrofarm zur Verfügung. Am 6. September ab 11 Uhr gibt es eine interne Feier mit allen Unterstützern des Ernte- und Stadtfestes, Vereinsmitgliedern sowie freiwilligen Helfern.
Das Bauernmuseum ist ein Aushängeschild Zahnas, ein lohnenswertes Ziel für jeden Flämingbesucher, denn es ist das größte landwirtschaftliche Museum der Region, das nicht nur Landtechnik zeigt, sondern auch das Alltagsleben derer, die mit den ausgestellten Maschinen und Gerätschaften gearbeitet haben. Neben der umfangreichen Traktoren-Ausstellung von Lanz-Bulldogs und Traktoren aus der Produktion der ehemaligen DDR sind auch Sammlungen verschiedener Ackergeräte der vergangenen Jahrhunderte und eine Schmiede zu sehen. Der Schmied gehörte zwar nicht unmittelbar zum Bauernhof, war aber mit der bäuerlichen Produktion verbunden. Als Handwerker war er zuständig für Flugschare, Gabeln, Hacken und Sicheln, außerdem für das Beschlagen der Pferde.
Sehenswert ist auch die Wohnung des Flämingbauern aus den 1920er Jahren. Die schwere Arbeit der Bäuerin in Küche und Keller verdeutlichen die Geräte, die für die Selbstversorgung der Familie – für Backen, Kochen, Buttern und Kaffeerösten – benötigt wurden. Die Heimatstube zeigt außer ur- und frühgeschichtlichen Bodenfunden historische Zeitzeugen, die die Entwicklung der 1326 gegründeten Stadt Zahna bis heute veranschaulichen, außerdem eine Ausstellung zur Entwicklung der Landwirtschaft nach 1945. Im Wohnhaus befindet sich eine Bauernstube mit circa 50 Sitzplätzen, ausgebaut wurde der Gewölbekeller, der Gegenstände des Brauerhandwerks und der Obstsaftkelterei beherbergt. Keller und Bauernstube eignen sich für betriebliche und private Feiern. Foto: W. Gorsboth


