Mo.. Aug. 31st, 2026

Wittenberg (md/wg). Das Haus der Alltagsgeschichte in Wittenberg begeht am 25. September 2026 von 9.30 bis 17.30 Uhr sein 30. Jubiläum mit einer wissenschaftlichen Fachtagung unter dem Titel „Zwischen Dämonisierung & Verklärung – der Umgang mit der DDR-Geschichte“. Dazu lädt der Verein Pflug e.V. ein in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. Die Tagung findet im Bugenhagensaal statt, die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung an service@pflug-ev.de wird bis zum 10. September gebeten.

In den drei Jahrzehnten habe man sich mit großer Überzeugung dafür engagiert, „die Alltagsgeschichte der Menschen in unserer Region zu bewahren, wissenschaftlich zu dokumentieren und für nachfolgende Generationen lebendig zu vermitteln“, schreibt die promovierte Historikerin Christel Panzig in der Einladung. Die Lebensgeschichten von fast 900 Zeitzeugen seien in diesen Jahren gesammelt, dokumentiert und ausgewertet worden. „Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fanden Eingang in über 50 zeitgeschichtliche Ausstellungen sowie zahlreiche Publikationen. Unsere lebensgeschichtliche Sammlung steht heute über das Historische Datenzentrum Sachsen-Anhalt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auch der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung.“

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Ziel der Veranstaltung sei es, unterschiedliche Perspektiven auf die DDR-Vergangenheit zusammenzuführen und einen offenen, differenzierten Dialog über Erinnerungskultur, historische Aufarbeitung und politische Bildung zu fördern. Dahinter steht die Frage, wie DDR-Geschichte vermittelt werden könne, dass Diktatur und Repression klar benannt werden könnten, ohne die Lebensgeschichten der Ostdeutschen zu vereinfachen oder zu entwerten.

Die Tagung wird von zahlreichen Referenten gestaltet. Angekündigt sind Prof. Dr. Peer Pasternack vom Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger von der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Dr. Christel Panzig vom Pflug e.V./Haus der Alltagsgeschichte, Dr. Joachim Heise von der Gesellschaft zur Förderung vergleichender Staat-Kirche-Forschung, Maik Reichel von der Landeszentrale für politische Bildung, Johannes Beleites, Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kerstin Langwagen vom Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, Ulf Dräger vom Museumsverband Sachsen-Anhalt, Dr. Annette Schneider-Reinhardt vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, John Palatini vom Landesheimatbund sowie Markus Hennen vom Forum für Konversion. Foto: W. Gorsboth

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