Donnerstag, 16.04.2026

Wittenberg (md/wg). Im Jahr 2027 wird zum 16. Mal der Preis „Das unerschrockene Wort“ verliehen. Die Bevölkerung Wittenbergs wird, wie bereits in den vergangenen Jahren, dazu aufgerufen Vorschläge für den Preisträger einzureichen. Mit dem Preis „Das unerschrockene Wort“ soll an den Reformator Martin Luther erinnert werden, welcher seine Überzeugung mutig und standhaft gegenüber den Autoritäten seiner Zeit verteidigt hat.

„Das unerschrockene Wort“ wird alle zwei Jahre an Menschen verliehen, welche in einer besonderen Situation oder bei einem konkreten Anlass, aber auch beispielhaft über einen längeren Zeitraum hinweg in Wort und Tat für die Gesellschaft, die Gemeinde oder den Staat bedeutsame Aussagen gemacht und gegenüber Widerständen vertreten haben.

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Bei der Vergabe des Preises sollen parteipolitische und konfessionelle Gesichtspunkte keine Rolle spielen. Allgemeine Unzufriedenheit, querulatorische und eigennützige Motive oder Demagogie erfüllen die Kriterien des „unerschrockenen Wortes“ ebenfalls nicht. Die Preisträger können sowohl aus der Bundesrepublik Deutschland, aber auch aus dem Ausland kommen.

Die Vorschläge müssen bis zum 30. Juni 2026 unter dem Kennwort „Das unerschrockene Wort“ schriftlich bei der Lutherstadt Wittenberg, Sandra Schiller, Lutherstraße 56, 06886 Lutherstadt Wittenberg oder per E-Mail: sandra.schiller@wittenberg.de eingereicht werden. Der Vorschlag muss eine hinreichende und kennzeichnende Begründung enthalten und mit der Vita des Vorgeschlagenen versehen sein.

Aus diesen Vorschlägen ermittelt die Jury, bestehend aus den Vertreterinnen und Vertretern der Lutherstädte, die Preisträgerin bzw. den Preisträger. Im Bund der Lutherstädte sind 16 Orte in Deutschland zusammengeschlossen, an denen Luther gelebt oder gewirkt hat: Augsburg, Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle (Saale), Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Nordhausen, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz. Erster Preisträger war 1996 Dr. Richard Schröder, Berliner Philosoph und Theologe. 2025 wurden Heinz Jürgen Ostermann, Buchhändler aus Berlin und Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ausgezeichnet. Foto: W. Gorsboth

Von Redaktion

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