Gräfenhainichen (md/wg). Kann Kunst helfen, eine schwere Krankheit zu verarbeiten – und gleichzeitig anderen Menschen Mut machen? Am Sonntag, dem 19. April 2026, 14 Uhr, findet die Ausstellungseröffnung „Farben gegen den Krebs“ in der Paul Gerhard Kapelle in Gräfenhainichen, Rudolf-Breischeid-Straße 1, statt. Dazu sind Interessierte und Kunstliebhaber herzlich eingeladen.
Als Heike Ludwig von einer Krebserkrankung betroffen war, hat sie das Malen für sich entdeckt. Seit mehr als zehn Jahren malt sie und stellt ihre Bilder aus. Bilder in kräftigen Farben, mit unterschiedlichen Motiven schmeicheln das Auge und berühren das Herz. Ludwigs Bilder sollen die Menschen erfreuen, können aber auch käuflich erworben werden. Dahinter steckt kein kommerzieller Sinn, Heike Ludwig geht es hauptsächlich darum, mit dem Schaffen der kleinen und großen Kunstwerke ihre mittlerweile überstandene Krebserkrankung zu verarbeiten, anderen Mut zu machen und interessierte Maler anzuleiten.
Ein Grund für den Verkauf der Bilder ist ein ganz persönlicher: Als sie die Schockdiagnose Krebs traf, war Hilfe in einem komplexen Sozialversicherungssystem nötig. Es stellten sich Fragen wie: Wo stelle ich welche Anträge? Wie geht es finanziell für mich weiter, wenn mein Krankengeld ausläuft? Wer hilft mir und meinem Mann bei unseren Ängsten, Sorgen und der vermeintlichen Ungerechtigkeit einer Krebserkrankung?
Dies und viele weitere Fragen wurden in der Psychosozialen Krebsberatungsstelle der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, die neben Halle, auch Beratungsstellen in Dessau und Wittenberg unterhält, beantwortet. Auch psychisch konnte sie sich durch die Beratungen stabilisieren. Durch das Malen hat Heike Ludwig ein Ventil gefunden und sie spendet aus Dankbarkeit einen Teil aus den Verkäufen an die Krebsgesellschaft, die mit ihren kostenfreien Angeboten schnelle Hilfe geleistet hat und das jeden Tag in ihren Beratungsstellen für Krebsbetroffene und deren Angehörige tut. Foto: ©Heike Ludwig

