Wittenberg (md). Im Mai 2018 wurde das stationäre Katharina von Bora Hospiz der Johannesstift Diakonie gegründet. Menschen, die in die fürsorgliche und freundschaftliche Atmosphäre eines Hospizes aufgenommen werden, heißen Gäste und nicht Patienten. Hospize nehmen sich der Betreuung Schwerkranker, Sterbender sowie deren Angehörigen an, sie sind damit ein Angebot für Menschen, die sich eine Begleitung auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens wünschen – unabhängig von Weltanschauung, Konfession, Nationalität oder finanziellen Möglichkeiten.
Am Samstag, dem 5. September, lädt das Hospiz auf dem Gelände des evangelischen Krankenhauses Paul-Gerhardt-Stift von 14 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür und Familienfest ein. Es gibt unter anderem eine Tombola mit tollen Preisen, Auftritte verschiedener Tanzgruppen wie um 15 Uhr der Dokan Cheerleader, Basteln und Kinderschminken, Puppentheater sowie Tai Chi- und Kung Fu-Acts. Ein Kuchenbuffet und eine Grillstation sichern die kulinarische Versorgung. Um 15, 15.30, 16 und 16.30 Uhr werden Führungen durch das Hospiz angeboten. Die Erlöse des Tages kommen dem Hospiz zugute.
Der Schwerpunkt im Hospizalltag liegt in der palliativen Pflege und Medizin sowie der psychosozialen und spirituellen Begleitung. Im Vordergrund steht die größtmögliche Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen wie Atemnot, um ein höchstmögliches Maß an Lebensqualität zu ermöglichen. Der Kranke soll möglichst ohne Beschwerden und bis zuletzt würdevoll leben, umsorgt von Familienangehörigen, Freunden und den Mitarbeitern im Hospiz. Dabei wird das Sterben als natürlicher Teil des Lebens angesehen, als ein Vorgang, der weder verkürzt noch künstlich verlängert werden soll. Circa 150 Gäste werden pro Jahr im Hospiz betreut, die durchschnittliche Verweildauer liegt bei 26 Tagen. Foto: W. Gorsboth


