Do.. Sep. 3rd, 2026

Wittenberg (md/wg). Zur Schöpfungszeit vom 1. September bis 4. Oktober (Gedenktag des Franziskus von Assisi) sind Gläubige aus aller Welt und unterschiedlicher Konfessionen aufgefordert, sich besonders dem Schutz der Schöpfung zu widmen. Auch innerhalb der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) finden dazu Veranstaltungen statt. Ein Höhepunkt ist das erste Schöpfungsfest der EKM am 12. September als Open-Air-Veranstaltung mit Gottesdienst, Musik, Mitmachangeboten, Podiumsformat und einem Markt der Möglichkeiten. Von 10 bis 17 Uhr läuft das abwechslungsreiche Programm auf der Schlosswiese in Wittenberg. Dabei wird auch der Umweltpreis der EKM verliehen.

„Wir freuen uns, als EKM in diesem Jahr erstmals ein ökumenisches Schöpfungsfest zu feiern. Gemeinsam halten wir inne und schaffen Verbindung zur Mitwelt, und ebenso gemeinsam feilen wir an neuen praktischen Lösungen für Energieversorgung und Flächengestaltung. Zu spüren, dass auch andere Menschen die eigenen Sorgen um den Zustand unserer Erde teilen, kann ein Antrieb sein. Und davon bestärkt, entstehen gemeinsame Ideen davon, wie wir in Zukunft leben möchten“, betont Elisabeth Rotte, Referentin für Umweltarbeit der EKM.

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Eingebunden in die Schöpfungszeit ist der Ökumenische Tag der Schöpfung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), um Dankbarkeit für die Schöpfung zu zeigen, über deren Gefährdung aufzuklären und zu gemeinsamem Handeln aufzurufen. Die zentrale Feier findet am 4. September in Marburg statt. Leitwort ist das Bibelzitat „Hast Du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18), verbunden mit dem Aufruf, die Schönheit, Vielfalt und Widerstandskraft der Schöpfung neu zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und ökumenische Gemeinschaft zu erleben.

Anlässlich der Verleihung ihres Umweltpreises veranstaltet die EKM am 12. September ihr erstes Schöpfungsfest auf der Schlosswiese in Wittenberg. Das Bühnenprogramm unter Begleitung der Christian-König-Gospel-Group beginnt 10 Uhr. Ein ökumenischer Gottesdienst als Kooperation der ACK Sachsen-Anhalt widmet sich der Frage „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“. Kirchliche und andere zivilgesellschaftliche Gruppen präsentieren ihre Aktivitäten zum Schutz von Umwelt, Klima und Biodiversität – vom Miniwald auf dem Friedhof über PV-Anlagen auf dem Kirchendach bis hin zu Insektenoasen auf dem Schulparkplatz. Infostände laden zum Lernen und Ausprobieren ein. Es gibt eine Spielwiese für die Kleinen und Ideeninseln mit Diskussionen für die Großen.

Am Nachmittag spricht Regionalbischöfin Bettina Schlauraff mit Katrin Göring-Eckardt, Bundestagsvizepräsidentin a.D. und ehemalige Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Gemeinsam beleuchten sie Fragen über Schöpfungsverantwortung und widmen sich der sozial-ökologischen Transformation in kirchlichem Kontext. Ganztägig laufen zwei Wanderausstellungen: Das Sketchbook-Kunstprojekt „Justice.Peace.Imagination“ erkundet Dimensionen von Gerechtigkeit und Frieden und die Ausstellung „Glänzende Aussichten“ besteht aus Karikaturen zu Konsum, Klimawandel und Gerechtigkeit. Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Umweltpreises der EKM gegen 16 Uhr. Foto: W. Gorsboth/A

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