Samstag, 18.04.2026

Dessau (md/wg). Die Synodalen der Evangelischen Landeskirche Anhalts kommen am Freitag, dem 17. April, zu ihrer Frühjahrssynode zusammen. Die zweitägigen Beratungen finden in der Auferstehungskirche in Dessau (siehe Foto) statt. Themen der Synode sind unter anderem der Strategieprozess 2035, Kirche und sexualisierte Gewalt sowie die Wahl des Präses. Im Rahmen der Synode wird es am Freitag, dem 17. April, um 17 Uhr einen öffentlichen Vortrag im Bauhausgebäude geben. Darin geht es um die anhaltische Landeskirche in den Jahren zwischen 1918 und 1933.

Die Leitung der Landessynode übernimmt der kommissarische Präses Dr. Jan Brademann. Er verbindet drei Botschaften mit der Synode: „Erstens: Anhalt ist zukunftsorientiert. Der auf der Herbstsynode 2025 begonnene Strategieprozess hat eine erste, entscheidende Etappe hinter sich und wird nun beherzt weitergetrieben. Zweitens: Anhalt ist selbstkritisch. Wir beschäftigen uns mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche, um erlittenes Leid anzuerkennen und künftig Schutz zu gewährleisten. Drittens: Anhalt ist geschichtsbewusst. Wir blicken in die Zeit vor 100 Jahren. Damals wurde nicht nur das Bauhaus eingeweiht, vielmehr stand unsere Landeskirche in einem Kulturkampf auf der falschen Seite. Sie gehörte zu denjenigen Kräften, die die liberale, demokratische durch eine autoritäre, homogene Ordnung ablösen wollte.“

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Die Landessynode

Die Synode besteht aus 32 von den Ältesten der Kirchenkreise gewählten sowie sechs von der Kirchenleitung berufenen Synodalen, zwei davon sind Jugendsynodale. Sie treffen sich in der Regel zwei Mal im Jahr zu Tagungen, dazwischen arbeiten die Synodalen in Ausschüssen. Eine Legislaturperiode dauert sechs Jahre.

Von Redaktion

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