Mi.. Sep. 2nd, 2026

Wittenberg (md/wg). „Ein Team kann nur überleben, wenn immer wieder neue Teammitglieder dazukommen”, sagte Theresa Pabst-Clemens, eine der beiden Teamleiterinnen der Notfallseelsorge, zur Einführung von fünf neuen Mitgliedern. Diese fünf werden die wichtige Arbeit der psychosozialen Notfallversorgung mittragen, die seit 20 Jahren im Landkreis Wittenberg unter der Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Wittenberg existiert. Dieses Jubiläum wurde am vergangenen Freitag im Bugenhagenhof gefeiert.

Neben den neu eingeführten Mitgliedern gab es zum Jubiläum ebenfalls die Ehrung von zwei Mitgliedern, die seit der ersten Stunde dabei und aktiv sind. Eingeladen zur Feier waren neben dem aktuellen Team auch das Team der ersten Stunde mit ihren Familien. Superintendentin Dr. Gabriele Metzner dankte allen für ihren Dienst. „Es ist eine wichtige Arbeit, die die Notfallseelsorger und Notfallseelsorgerinnen leisten.“ Einen Applaus erbat sie aber nicht nur für das Team, sondern auch für die Familien der Teammitglieder, die die ehrenamtliche Arbeit ebenso mittragen.

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„Die stille Arbeit der Notfallseelsorge ist von unschätzbarem Wert”, betonte Landrat Christian Tylsch in seinem Grußwort an das Team und übergab als Geschenk neue Einsatzwesten. Die Arbeit findet statt, wenn die Rettungskräfte den Ort des Geschehens wieder verlassen, Betroffene aber noch Hilfe brauchen. Notfallseelsorger bleiben, halten die Stille mit aus und sorgen dafür, dass sich der Mensch wieder handlungsfähig fühlt. „Es ist gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die kommen, und Menschen, die bleiben”, sagte Bürgermeister André Seidig in seinem Grußwort. Als besondere Überraschung übergab er die Ehrenurkunde der Stadt Wittenberg an das Team der Notfallseelsorge.

Zusammen mit den Familien hatten die Leiterinnen des Teams, Theresa Pabst-Clemens und Diana Bernhard, dann auch noch etwas vorbereitet: Anhand von Schildern haben Kinder ein „Danke“ für das gesamte Team nach oben gehalten. Einmal umgedreht, änderten sich die Buchstaben zum Wort „Held*in“. „Wir wurden schon öfter als stille Helden bezeichnet”, erklärte Pabst-Clemens. „Daher haben wir geschaut, für was die einzelnen Buchstaben in Bezug auf die Notfallseelsorge stehen können: H wie hilfsbereit, E wie einfühlsam, L wie lange Fahrtwege, D wie dankbar, ein Sternchen als Hinweis, dass wir offen sind für alle Menschen, gleich welcher Herkunft oder Konfession, I wie immer füreinander da, N für Notfallseelsorge-Team.“

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