Mo.. Juni 15th, 2026

Wittenberg (aw). Zum ersten Mal hat der Verein Augustinuswerk vom 12. bis 14. Juni an „Luthers Hochzeit“ in Wittenberg teilgenommen – und dabei auf dem Schlossplatz ein ganz besonderes Lagerdorf errichtet. Unter dem Namen „Takt und Tohuwabohu“ entstand mit viel Kreativität, Handarbeit und Herzblut ein mittelalterlich gestalteter Begegnungsort, der bei den Besuchern auf großes Interesse stieß.

Fotos: Antje Weiß

Geleitet wurde die Gruppe von Fränze Mura-Thorun, Projektkoordinatorin und stellvertretende Geschäftsführerin im Augustinuswerk sowie Leiterin der integrativen Theatergruppe „Glücksraketen“. Nach drei ereignisreichen Tagen zieht sie ein positives Fazit. „Es waren drei tolle Tage bei uns“, sagt sie und freut sich darüber, dass die Angebote im Lager so gut angenommen wurden.

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Dabei machte das Wetter den Teilnehmern die Arbeit nicht immer leicht. Immer wieder zogen Regenschauer über das Festgelände, dazu kam kräftiger Wind. Doch die gute Laune ließen sich die Mitglieder des Augustinuswerks nicht nehmen. „Wir singen die Sonne immer wieder herbei“, sagte Mura-Thorun mit einem Lächeln.

Schon am ersten Festtag wurde im Lager gemeinsam Suppe gekocht. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, das neue Lager auf dem Schlossplatz kennenzulernen und sich umzusehen. In der Mitte des Platzes knisterte ein Lagerfeuer, rundherum sorgten Strohballen, Kräuter, handgefertigte Dekorationen und mittelalterliche Ausstattungsgegenstände für eine authentische Atmosphäre. Alle Teilnehmer trugen historische Gewänder und luden die Gäste zum Verweilen ein.

Besonders stolz ist die Gruppe auf die vielen selbst hergestellten Dekorationen und Ausstellungsstücke. Zahlreiche Kräuterbündel und andere liebevolle Details entstanden in den Tagesstrukturen des Augustinuswerks. Unterstützt wurde das Projekt zudem durch viele private Helfer, die ihre Zeit und ihr Können einbrachten.

Der Sonnabend stand unter anderem im Zeichen einer Kunstauktion. Darüber hinaus wurden Filzarbeiten angefertigt, Seifen hergestellt und verschiedene kreative Angebote präsentiert. Der Sonntag gehörte schließlich ganz den Familien. Für Kinder hatte die Gruppe zahlreiche Mitmachaktionen vorbereitet. Bei Spielen wie Hühnersuppe, Wildschweinjagd, Golf oder dem Kampf auf dem Balken konnten sich die jungen Besucher ausprobieren und austoben.

Auch am großen historischen Festumzug beteiligte sich das Augustinuswerk und sorgte mit seinen farbenfrohen Gewändern und seiner fröhlichen Art für Aufmerksamkeit entlang der Strecke.

„Es war sehr viel Arbeit, aber wir haben ein sehr schönes Lager geschaffen“, sagt Fränze Mura-Thorun. Nach der gelungenen Premiere steht für sie bereits fest: Im kommenden Jahr möchte das Augustinuswerk wieder dabei sein. Und eines verspricht die Lagerleiterin schon jetzt mit einem Augenzwinkern: „Dann wird unser Lager noch schöner.“

Von Redaktion