Wittenberg (md/wg). Mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt betont die Telefonseelsorge in Mitteldeutschland ihren Dienst für alle Menschen unabhängig von Herkunft und Religion. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Wir sind da für jeden Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, persönlichen Lebensentwürfen. Weil jeder Mensch ein Geschöpf Gottes ist, wertvoll und wichtig. Dieses christliche Menschenbild ist Grundlage unserer Arbeit.“
Würden diese Werte nicht mehr geteilt, sei die Qualität des seelsorgerlichen Angebotes in Gefahr: „Diesen so wichtigen Dienst innerhalb unserer Kirchen sehen wir in akuter Gefahr, wenn Menschenwürde, Toleranz, Vielfalt, Solidarität und Nächstenliebe nicht mehr selbstverständliche Werte in unserem Bundesland sind. Finanzielle Zuwendungen aus Landes- und Kommunalmitteln, aber auch der Kirchen sind für unsere Arbeit existentiell. Wenn diese an ideologische und patriotische Erklärungen gebunden sind und damit unseren geltenden Werten und Grundsätzen in der Telefonseelsorge entgegenstehen, können wir unseren Dienst nicht in der gewohnten Qualität aufrechterhalten“, heißt es in der Erklärung.
Hintergrund:
Die Telefonseelsorge wird von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam getragen und ist in einem deutschlandweiten Netz aus insgesamt 105 Standorten organisiert. In Mitteldeutschland gibt es fünf Stellen der Telefonseelsorge: Halle, Dessau, Magdeburg, Erfurt und Gera. Pro Jahr erreichen die Telefonseelsorge in Mitteldeutschland rund 45.000 Anrufe. Die deutschlandweite Rufnummer der Telefonseelsorge: 0800/1110111. Alle Anrufe sind anonym und kostenfrei. Ein Angebot der Seelsorge per Chat und E-Mail gibt es unter www.telefonseelsorge.de.


