Von Matthias Monecke, Geschäftsführer Augustinuswerk.
Am Montag, 28. September 2026, ist es im Augustinuswerk Die Werkstätten gGmbH in Lutherstadt Wittenberg zu einem Brand im Bereich der Sammlung von Batterien und Knopfzellen gekommen. Aufgrund der dabei entstandenen Rauchgase wurde die gesamte Werkstatt umgehend geräumt.
Zum Zeitpunkt des Brandereignisses befanden sich rund 120 Beschäftigte und etwa 30 Mitarbeitende im Gebäude. Die Evakuierung wurde unmittelbar eingeleitet und dauerte weniger als eine Minute. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dabei schnell und besonnen gehandelt. Die bestehenden Rettungs- und Evakuierungspläne haben sich in dieser Situation bewährt.
Nach der Evakuierung wurden die Menschen mit Beeinträchtigungen in Abstimmung mit der Feuerwehr auf dem Augustinushof betreut. Die vertrauten Gruppenleitungen und Mitarbeitenden des Sozialbegleitenden Dienstes der WfbM waren dabei durchgehend für die Beschäftigten ansprechbar. Es wurden Sitzmöglichkeiten geschaffen und die Beschäftigten mit Wasser versorgt.
Gleichzeitig erfolgte vor Ort die medizinische Sichtung der Beschäftigten durch die eingesetzten medizinischen Kräfte.
Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den Personen, die im unmittelbar vom Brand und Rauch betroffenen Bereich tätig waren. Mehrere Beschäftigte und Mitarbeitende wurden anschließend vorsorglich zur weiteren medizinischen Untersuchung in das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift gebracht. Insgesamt wurden dort 22 Personen medizinisch versorgt. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand konnten alle zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebrachten Personen noch am selben Tag wieder entlassen werden. Wir sind sehr erleichtert, dass niemand schwer verletzt wurde.Die Betreuung durch die vertrauten Mitarbeitenden auf dem Augustinushof erfolgte, bis die Beschäftigten durch den Fahrdienst nach Hause gebracht werden konnten.
Unser besonderer Dank gilt unseren Beschäftigten und Mitarbeitenden für ihr besonnenes und verantwortungsvolles Handeln sowie den Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Polizei für ihren schnellen und professionellen Einsatz.
Zur Lagerung und Handhabung der Batterien
Die betroffenen Batterien und Knopfzellen wurden nach der Entnahme in dafür vorgesehene Sammelbehälter gegeben. Dabei wurde nach dem dafür vorgesehenen Verfahren Sand beziehungsweise Granulat als Sicherungsmaterial eingesetzt. Es wurde jeweils nur die anfallende Menge gesammelt; volle Behälter wurden unmittelbar aus der Halle entfernt.
Die Handhabung und Lagerung der Batterien war im Vorfeld brandschutztechnisch mit dem zuständigen Brandschutzbeauftragten der DEKRA abgestimmt. Für die entsprechenden Abläufe wurden Prozess- und Verfahrensanweisungen erstellt und im Betrieb umgesetzt. Wie es trotz der getroffenen Maßnahmen zu dem Brand kommen konnte, ist Gegenstand der weiteren Untersuchung. Eine abschließende Aussage zur Brandursache können wir zum jetzigen Zeitpunkt daher noch nicht treffen.
Die nächsten Schritte
Der durch den Brand entstandene Sachschaden wird derzeit aufgenommen und bewertet. Betroffen sind insbesondere die vom Brand betroffene Halle sowie Decken, Böden, technische Anlagen und Arbeitsbereiche durch Feuer, Rauch und Löschwasser. Die weitere Schadensaufnahme erfolgt gemeinsam mit den zuständigen Fachleuten und der Versicherung.
Die Arbeit in der WfbM wird in den vom Brand nicht betroffenen Bereichen fortgeführt. Gleichzeitig werden die notwendigen Schritte für die Sanierung der betroffenen Bereiche vorbereitet.
Das Augustinuswerk arbeitet bei der weiteren Aufklärung des Brandereignisses eng mit den zuständigen Behörden, den Einsatzkräften, Sachverständigen und der Versicherung zusammen. „Wir sind vor allem erleichtert, dass trotz des Brandereignisses niemand schwer verletzt wurde. Mein großer Dank gilt unseren Beschäftigten und Mitarbeitenden, die in dieser Situation schnell und besonnen gehandelt haben, sowie allen Einsatzkräften, die bei uns im Einsatz waren. Jetzt geht es darum, die Ursache sorgfältig aufzuklären und die notwendigen Schritte für die Wiederherstellung der betroffenen Bereiche einzuleiten.“
Foto: Antje Weiß

