Di.. Sep. 29th, 2026

Wörlitz (md/wg). Der Herbst zeigt sich aktuell von seiner ganz milden Seite: Spätsommerlichen Temperaturen und die beginnende Blattfärbung sind gute Gründe für Spaziergänge in den Parks und Gärten. Damit sich ein Besuch im Gartenreich noch mehr lohnt, wurden die Öffnungszeiten in einigen Schlössern und Bauwerken erweitert und besondere Angebote geschaffen. So lässt sich die harmonische Verbindung aus Landschaftsgestaltung, Kunst, Kultur und Natur länger vollumfänglich erleben.

Im Lustgarten des Schlosses Mosigkau laden die farbenfrohe Herbst-Bepflanzung im Parterre, die Heckenpartien mit der Kegelbahnlaube und ein Irrgarten zur Erkundung ein. Um das spätsommerliche Wetter nochmals richtig ausnutzen zu können, wird im Schloss die Sommersaison verlängert, es hat vom 29. September bis 4. Oktober täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Schlossbesucher erwartet u.a. der prunkvolle Galeriesaal, welcher bedeutenden Gemälde flämischer und holländischer Meister aus dem 17. Jahrhundert in einer in Deutschland einzigartigen barocken Hängung enthält. Ab dem 5. Oktober ist das Schloss Mosigkau bis zum 1. November samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 10-17 Uhr geöffnet.

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Der klassizistische Landsitz der Fürstin Louise erscheint heute als die idyllischste Anlage des Gartenreichs. Im Park befindet sich neugotische und klassizistische Gartenarchitekturen wie das „Schlangenhaus“, die Orangerie, die Torhäuser und der Ruinenbogen. Das bezaubernde Landhaus mit seinen weitgehend original ausgestatteten Räumen hat vom 1. Oktober bis zum 1. November jeweils Dienstag bis Sonntag von 10-17 Uhr geöffnet. Ein Besuch lässt sich wunderbar mit einem Herbstspaziergang verbinden.

Der Wörlitzer Park ist der gestalterische Höhepunkt des Gartenreichs. Regulär haben das Schloss Wörlitz, die Insel Stein und das Haus der Fürstin vom 1. Oktober bis zum 1. November von Dienstag bis Sonntag von 10-17 Uhr geöffnet und laden zu einer Zeitreise ins 18. Jahrhundert ein. Da aufgrund des niedrigen Wasserstandes derzeit die Fähren nicht in Betrieb sind, gibt es in Wörlitz im Oktober besondere Angebote: Als kleines Highlight ist die Synagoge an Sonn- und Feiertagen von 12-16 Uhr geöffnet. Besucher erhalten in der dortigen Ausstellung Einblicke in die Geschichte des jüdischen Lebens in Anhalt. Mit zahlreichen Objekten und Dokumenten wird an wichtige Stätten, Persönlichkeiten und Ereignisse der deutsch-jüdischen Regionalgeschichte erinnert.

In den Herbstferien steht Schochs Garten, der Park rund um das Gotische Haus, im Mittelpunkt. Mit seinen außergewöhnlichen Bäumen ist es hier während der Färbung des Herbstlaubs besonders reizvoll. Bei der Rucksacktour „Gartendetektive“ können Kinder und Familien Schochs Garten mit einer Detektivausrüstung, einem Entdeckerheft mit kurzen Geschichten zum Vorlesen sowie kreativen Aktionen und Aufgaben auf besondere Art kennen lernen. Das Gotische Haus ist dabei sowohl Start- und Endpunkt der Tour als auch Entleihstation für die Entdeckerausrüstung, deshalb ist das Haus zusätzlich vom 19. Oktober bis 1. November Dienstag bis Sonntag von 10-17 Uhr geöffnet.

Ein kleines Stück Holland lässt sich in Oranienbaum erleben. Die Urgroßmutter des Fürsten Franz, Henriette Catharina – eine oranische Prinzessin – gab dem Ort den familiären Namen und dem Schloss das holländische Erscheinungsbild. Ein reiches Inventar mit Ledertapeten, Fayencen und Gemälden verlieh dem Haus Glanz, von dem heute noch der Sommerspeisesaal, der Ledertapetensaal und der Spiegelkristallsaal zeugen. Bevor das Haupthaus für umfangreiche Decken- und Fußbodensanierungen geschlossen bleibt, kann es im Oktober nochmals an den Wochenenden und Feiertagen von 10-17 Uhr besucht werden. Die bevorstehenden Arbeiten sind auch der schöne Grund, zu den „Schloss-Erkundungs-Tagen“ einzuladen. Zwei Tage lang stehen barocke Pracht, modernes Design und Denkmalpflege im Fokus. Kinder und Familien entdecken bei Führungen besondere Tier- und Fantasiewesen oder lernen die Wirkung von Farben kennen. Ein Vortrag und Parkführungen lassen in die Geschichte des Schlossparks eintauchen und natürlich werden auch Einblicke in die Baumaßnahmen gegeben. Foto: W. Gorsboth

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