Wittenberg (md/wg). Am Sonntag, dem 22. November 2026, 15 Uhr, macht Deutschlandfunk Kultur Station im Audimax der Stiftung Leucorea in Lutherstadt Wittenberg. Bundespräsident a. D. Joachim Gauck (siehe Foto) und Moderator Korbinian Frenzel sprechen über das, was Deutschland bewegt – was beflügelt und voranbringt, aber auch bremst und blockiert. An einem Ort, von dem einst weitreichende Veränderungen ausgingen, geht es um die Fragen der Gegenwart und um Perspektiven für die Zukunft.
Deutschlandfunk Kultur lädt die Wittenberger ein, ihre Erfahrungen, Anliegen und Ideen in die Diskussion einzubringen. Eine Anmeldung zur Veranstaltung über das Anmeldeformular unter leucorea.de/veranstaltungen/dlfkultur/ ist unbedingt erforderlich. Der Eintritt ist frei, Einlass ist ab 14.30 Uhr. Das Gespräch wird live vor Publikum aufgezeichnet und am Montag, dem 23. November, um 12.05 Uhr in „Studio 9 – Der Tag mit …“ im Programm von Deutschlandfunk Kultur gesendet.
Wo steht Deutschland politisch und gesellschaftlich – gerade auch nach den Landtagswahlen? Was bedeuten die Ergebnisse für Sachsen-Anhalt und für die Bundesrepublik? 36 Jahre nach der Wiedervereinigung fragen wir an diesem historischen Ort auch: Wie erleben wir heute das Zusammenwachsen von Ost und West? Welche Hoffnungen haben sich erfüllt, welche Erwartungen sind offengeblieben? Und was braucht es, damit Menschen Vertrauen in die Demokratie und ihre Gestaltungsmöglichkeiten haben? Dabei richtet sich der Blick ebenso auf das Leben vor Ort: Was macht das Leben in der Stadt an der Elbe lebenswert? Worauf sind die Menschen hier stolz? Wo liegen die Probleme, was müsste sich verändern – und welche Ideen machen Mut? Ein Nachmittag für offene Fragen, unterschiedliche Perspektiven und neue Denkanstöße.
Joachim Gauck, Jahrgang 1940, Sohn eines Seemanns, Pastor, DDR-Bürgerrechtler, war erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. 2012 wurde er als erster Ostdeutscher durch die Bundesversammlung ins Amt des Bundespräsidenten gewählt. Auch nach Ausscheiden aus dem Amt engagiert er sich, ist Vorsitzender des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“. Korbinian Frenzel, geboren 1978, moderiert das reichweitenstärkste Format auf Deutschlandfunk Kultur, in seiner Sendung „Studio 9 – der Tag mit…“ fordert er täglich sich und Gäste wie Annalena Baerbock, Harald Schmidt, Olaf Scholz, Luisa Neubauer, Friedrich Merz, Juli Zeh oder Robert Habeck heraus. Foto: Wikipedia


