So.. Okt. 11th, 2026

Dessau (md/wg). Das Städtische Klinikum Dessau ist derzeit das einzige Zentrum in Sachsen-Anhalt, das Patientinnen mit fortgeschrittenem Human Epidermal Growth Factor Receptor 2, kurz HER2-positivem Brustkrebs, die Teilnahme an einer internationalen Studie ermöglicht. In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wird dabei ein neuer Wirkstoff geprüft, der die Blut-Hirn-Schranke überwinden und damit auch Hirnmetastasen erreichen soll.

Bei der so genannten BREnnA-Studie wird der Prüfwirkstoff RO7771950 mit dem bereits zugelassenen Wirkstoff Tucatinib verglichen, jeweils in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin. Ziel ist es herauszufinden, ob die neue Substanz wirksamer ist als die derzeitige Standardtherapie, insbesondere bei Hirnmetastasen. Brustkrebs betrifft überwiegend Frauen, kann aber auch bei Männern auftreten. Sofern die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind, können auch Männer an der Studie teilnehmen.

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Für Patienten in einer schwer zu behandelnden medizinischen Situation eröffnet die Studie die Möglichkeit, im Rahmen einer klinischen Prüfung eine innovative Therapie zu erhalten. Dr. med. Hermann Voß (siehe Foto), Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiter des Brustkrebszentrums am Städtischen Klinikum Dessau, betont die Bedeutung für die Region: „Für unsere Patientinnen ist es ein großer Gewinn, dass wir ihnen mit dieser Studie eine Behandlungsoption bieten können, die es sonst in unserer Region nicht gibt. Gerade bei einer so schwer zu behandelnden Erkrankung macht jede zusätzliche Möglichkeit einen Unterschied. Wir sind stolz darauf, dass unser Haus als einziges in Sachsen-Anhalt diesen Zugang ermöglichen kann, und sehen darin auch eine Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit im Brustkrebszentrum.“

Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet können an der Studie teilnehmen. Erfahrungen aus anderen am Zentrum durchgeführten Studien zeigen, dass eine Teilnahme auch bei längerer Anreise gut umsetzbar ist. Die dafür erforderlichen Abstimmungen übernehmen die Studienkoordinatorinnen der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Annett Schneider und Jaqueline Werner: „Wer sich für eine Teilnahme interessiert, kann sich jederzeit direkt bei uns melden. Wir klären gemeinsam mit dem ärztlichen Team, ob die Studie im Einzelfall infrage kommt und begleiten die Betroffenen durch den gesamten Ablauf.“ Foto: Städtisches Klinikum Dessau

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