Wittenberg (aw). Bei bestem Aprilwetter traf sich die Laufgruppe „Mittendrin“ am 29. April ein letztes Mal zum Training. Viele der insgesamt rund 120 Teilnehmer kamen im Arthur-Lambert-Stadion zusammen – so zahlreich wie selten – und stimmten sich gemeinsam auf das große Finale beim Fläminglauf am 1. Mai ein.

Nach der Erwärmung ging es für die drei Leistungsgruppen noch einmal auf die Strecke – diesmal über fünf Kilometer durch die Wallanlagen. Noch einmal wurde deutlich, wie sehr sich die Gruppe in den vergangenen Monaten entwickelt hat.
Was Ende Februar mit vorsichtigen ersten Schritten begann, ist inzwischen eine echte Erfolgsgeschichte. Regelmäßig mittwochs und sonntags trainierend, haben alle große Fortschritte gemacht. Rund 90 von ihnen gehen nun beim Fläminglauf an den Start: etwa 50 über die 5-Kilometer-Distanz, viele über 11 Kilometer – und sogar fünf aus der Gruppe wagen sich an den Halbmarathon.

Beim anschließenden Abschlussgrillen im Stadion klang die gemeinsame Trainingszeit in geselliger Runde aus. Die Teilnehmer hatten reichlich Salate, Grillkäse und Würstchen mitgebracht – die Grills liefen bereits auf Hochtouren. In dieser Atmosphäre wurden auch die Startnummern für das große Finale verteilt.

Cordula Specht vom „Ideenreich“, einer Werkstatt des Augustinuswerks, in der auch das Magazin „Mittendrin“ entsteht, zeigte sich begeistert von der Entwicklung: „Es ist unglaublich, was hier entstanden ist. Viele haben ihre persönlichen Ziele erreicht.“ Besonders hob sie die Kontinuität hervor: „Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele über ein Vierteljahr hinweg dabeibleiben.“

Ein besonderer Dank galt dem Trainerteam, das die Gruppen individuell nach Leistungsstand betreute. „Mit so vielen Trainern waren wir noch nie unterwegs“, sagte Specht. Die gezielte Vorbereitung – von ersten lockeren Einheiten bis hin zu anspruchsvollen Trainingseinheiten wie den Bergetappen am Bunkerberg – habe maßgeblich zum Erfolg beigetragen.

Auch die Unterstützung des Augustinuswerks wurde gewürdigt. Specht bedankte sich ausdrücklich beim Vorstand, insbesondere bei Matthias Monecke, für die langjährige Förderung der Laufgruppe: „Es ist schön, dass wir das unter diesen Rahmenbedingungen machen dürfen – und wir hoffen, dass es auch in Zukunft so weitergeht.“

Die Aktion „Mittendrin“ steht nicht nur für sportliche Leistung, sondern vor allem für Gemeinschaft. Viele Freundschaften sind entstanden, neue Laufgruppen haben sich gebildet. Und für die meisten ist der Fläminglauf nicht das Ende, sondern erst der Anfang eines aktiveren Lebensstils.

Wer weiterhin gemeinsam laufen möchte, hat dazu Gelegenheit: Jeden Mittwoch um 18 Uhr findet bei der TSG Wittenberg ein offener Lauftreff mit den bekannten Trainern statt.

Doch zunächst richtet sich der Blick auf den 1. Mai. Dann heißt es im Volkspark: Start frei für den Fläminglauf – und für viele ein ganz persönlicher Höhepunkt nach Wochen intensiver Vorbereitung.

