Dessau (md/wg). Die Wittenberger Superintendentin Dr. Gabriele Metzner hält die nächste Dessauer Theaterpredigt am Sonntag, dem 1. November, um 14.30 Uhr in der Johanniskirche. Sie nimmt unter dem Titel „Und hätte die Liebe nicht“ Bezug auf den Ballettabend „Mythen der Liebe“ am Anhaltischen Theater Dessau. Das Stück mit Musik von César Franck und Maurice Ravel hat in der Choreografie von Emmanuelle Grizot und Anna Vita am 30. Oktober um 19.30 Uhr Premiere. Die musikalische Ausgestaltung der Theaterpredigt übernehmen vom Anhaltischen Theater die Flötistin Beate Ann-Neumann sowie der Organist und Solorepetitor Johannes Krahl. Die liturgische Leitung hat Pfarrerin Geertje Perlberg.
Was geschieht mit Menschen, wenn sie ihre Liebe nicht so leben können, wie sie das gerne wollen – und wenn die Liebe sie zu zerstören droht? Diese und viele weitere Fragen werden auf der Theaterbühne ebenso wie im Gottesdienst gestellt. Seit 2008 beleuchten die Dessauer Theaterpredigten in der Johanniskirche Inszenierungen des Anhaltischen Theaters aus christlicher Sicht. Sie machen damit deutlich, dass Menschen in der Religion ebenso wie in der Kunst Bilder für die Welt suchen, die ihnen begegnet.
Die Dessauer Theaterpredigten, verantwortet vom Anhaltischen Theater, der Evangelischen Landeskirche Anhalts und der Kirchengemeinde St. Johannis und St. Marien, dienen dem Dialog zwischen Kunst und Religion. Prominente Predigerinnen und Prediger waren u. a. der Theologe Wolfgang Huber, Sachsen-Anhalts früherer Ministerpräsident Wolfgang Böhmer, die Pianistin Ragna Schirmer und der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Johann Hinrich Claussen.
Aufgewachsen in Lübben/Spreewald, legte Dr. Gabriele Metzner 1984 ihr Abitur am Evangelischen Oberseminar Potsdam-Hermannswerder ab. Von 1984 bis 1989 studierte sie Evangelische Theologie am Sprachenkonvikt in Berlin. 1991 folgten das Zweite Theologische Examen und die Ordination in der Berliner Marienkirche. An der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin wurde sie 1996 im Fach Altes Testament zur Dr. theol. promoviert. Ihre Dissertation widmete sich der Kompositionsgeschichte des biblischen Michabuches. Von 2007 bis 2019 lehrte sie als Dozentin am Evangelischen Predigerseminar in Wittenberg und seit 2019 ist sie Superintendentin des Kirchenkreises Wittenberg. Foto: W. Gorsboth

