So.. Okt. 25th, 2026

Dessau (md/wg). Für die erste Ballettpremiere der Saison am Freitag, dem 30. Oktober 2026, 19.30 Uhr, kommen unter dem Motto „Mythen der Liebe“ zwei der schönsten Liebesgeschichten der Antike auf die Bühne des Anhaltischen Theaters: Das Märchen von Amor und Psyche und die Geschichte der Hirten Daphnis und Chloe. Psyches Liebesleid mit dem Gott Amor inspirierte den französischen Komponisten César Franck 1887 zu seiner gleichnamigen Sinfonischen Dichtung.

Dieses Urbild des Märchens von der schönen Frau und dem (vermeintlichen) Ungeheuer war eine der populärsten Erzählungen in der Antike. Emmanuelle Grizot übersetzt César Francks hochromantisch schwelgerische Musik in eine freie, zeitgenössisch anmutende Folge von Szenen. Dabei prägt weniger die ursprüngliche Erzählung als der Gedanke, dass dieses archetypische Liebespaar bis heute fortlebt: in uns.

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Daphnis und Chloe, zwei von Hirten aufgezogene Findelkinder, wachsen gemeinsam auf und fühlen sich zueinander hingezogen, ohne ihre Liebe zunächst zu begreifen. Als Chloe von Piraten entführt wird, verzweifelt Daphnis und fleht die Götter um Hilfe an. Der Gott Pan greift ein, rettet Chloe und straft die Entführer. Das Schicksal der auseinander gerissenen und später wiedervereinten Findelkinder Daphnis und Chloe vertonte Maurice Ravel 1912 und ließ sich dabei vom Griechenland seiner Träume leiten. Gastchoreografin Anna Vita inszeniert sein Stück nah an der Handlung für den zweiten Teil des Ballettabends. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Markus L. Frank.

Im Vorfeld zur Premiere von „Mythen der Liebe“ lädt das Anhaltische Theater zu einer Soirée ein. Im Foyer des Großen Hauses gibt Dramaturg Gregor Schima am 27. Oktober, 18.15 Uhr, eine Einführung in das Werk und die aktuelle Dessauer Inszenierung. Anschließend geht es zu einem etwa halbstündigen Besuch der Probe auf der großen Bühne. Die Besucher können hier einen direkten Einblick in die Arbeit der Künstlerinnen gewinnen und live miterleben, wie Tänzerinnen und Choreograf, Dirigent und Produktionsteam der Inszenierung den letzten Schliff verleihen. Der Eintritt ist frei. Plakat: ©Robert Voss

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