Wittenberg (md/wg). Im Rahmen ihres Dialogformats „Was uns bewegt“ lädt die SPD Wittenberg Bürgerinnen und Bürger ein, über eine Fahrradstraße in der Lutherstadt zu diskutieren. Am 15. Juni 2026 wird dieses Konzept im Büro der SPD in der Bürgermeisterstraße 5 um 17.30 Uhr vorgestellt. Dazu eingeladen sind Enikö Anderson von der Stadtverwaltung und Michael Herzog vom ADFC Wittenberg.
Immer wieder gab es Vorschläge, einzelne Teilstücke von Straßen in Wittenberg zu Fahrradstraßen zu erklären. Die SPD Wittenberg legt nun erstmals ein Konzept für eine Fahrradroute vor, die große Wohngebiete, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und die Verwaltung miteinander verbindet.
„In vielen Städten gibt es Fahrradstraßen, sie verbinden Menschen und geben Sicherheit. Wittenberg würde eine Fahrradstraße gut tun“, beschreibt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Sven Paul die Idee. Laut Stadtentwicklungskonzept strebt Wittenberg eine Erhöhung des Radverkehrsanteils an. Mit dem Konzept einer durchgehenden Fahrradroute zum Beispiel vom Lerchenberg in die Innenstadt könnten Fördermittel eingeworben und so konkrete Verbesserungen erreicht werden.
Hintergrund
Fahrradstraßen sind ein Baustein der Mobilitätswende. Hier haben Radfahrer Vorrang und besondere Rechte: Die Fahrbahn steht ihnen in ihrer gesamten Breite zur Verfügung. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren und es gilt eine Höchstgeschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer von 30 km/h. Autos und Motorräder mit berechtigtem Anliegen sind hier mit dem Zusatzzeichen „Anlieger frei“ nur zu Gast.
Sie müssen sich jedoch dem Radverkehr anpassen, da dieser Vorrang genießt, und dürfen ihn nicht behindern oder gefährden. Dort, wo es zugelassen ist, wird ein markierter oder baulich ausgebildeter Sicherheitstrennstreifen eingerichtet. Von Fahrradstraßen profitieren neben den Radfahrern auch die Anwohner: Die Luft wird sauberer, die Lärmbelastung sinkt und die Lebensqualität nimmt zu. Foto: Adobe Stock


