Wittenberg (md/aw). Die Feuerwehr der Lutherstadt Wittenberg hat einen neuen Einsatzleitwagen (ELW) für die Hauptwachbereitschaft offiziell in Dienst gestellt. Das moderne Führungsfahrzeug ersetzt den bisherigen ELW aus dem Jahr 2007 und wird künftig unter dem Funkrufnamen „Florian Wittenberg 12/1“ von der Hauptwache aus eingesetzt. Im Rahmen eines Pressegesprächs am 9. Juni präsentierten Oberbürgermeister Torsten Zugehör und Christoph Kummer, Fachbereichsleiter Feuerwehr und Sicherheit, das neue Fahrzeug der Öffentlichkeit.

Fotos: @Stadtverwaltung
Mit der Neubeschaffung stärkt die Lutherstadt Wittenberg gezielt die Einsatzfähigkeit ihrer Feuerwehr und schafft moderne Voraussetzungen für die Koordination größerer Schadenslagen, Brände und technischer Hilfeleistungen.
„Die Anforderungen an die Feuerwehren sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Umso wichtiger ist es, dass unsere Einsatzkräfte über eine moderne und zuverlässige Technik verfügen. Der neue Einsatzleitwagen verbessert die Führungsfähigkeit bei komplexen Einsatzlagen erheblich und ist damit eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“, betonte Oberbürgermeister Torsten Zugehör.
Das neue Fahrzeug basiert auf einem Mercedes-Benz Sprinter mit 140 kW (190 PS) und verfügt damit über deutlich mehr Leistung als sein Vorgänger mit 80 kW (109 PS). Der knapp sieben Meter lange Einsatzleitwagen bietet ausreichend Platz für moderne Führungs- und Kommunikationstechnik. Der spezielle Fahrzeugaufbau wurde von der Firma Wagener Technik realisiert.
Zur umfangreichen Ausstattung zählen unter anderem ein Licht- und Funkmast mit Umfeldkamera, moderne Funk- und Kommunikationssysteme, Handfunkgeräte, eine Wärmebildkamera sowie Strahlenschutz- und Mehrbereichs-Gasmessgeräte. Zudem kann mit dem Fahrzeug direkt an der Einsatzstelle eine mobile Einsatzleitung eingerichtet und betrieben werden.
„Mit dem neuen Einsatzleitwagen erhalten unsere Einsatzkräfte ein hochmodernes Arbeitsmittel, das den aktuellen technischen Anforderungen entspricht. Insbesondere die verbesserte Funk- und Kommunikationstechnik ermöglicht eine noch effektivere Koordination von Einsatzkräften und Ressourcen. Dadurch können wir auf komplexe Einsatzlagen schneller und strukturierter reagieren“, erklärte Christoph Kummer.
Die Anschaffungskosten für das neue Führungsfahrzeug belaufen sich auf rund 340.000 Euro und wurden vollständig aus Eigenmitteln der Lutherstadt Wittenberg finanziert. Zum Vergleich: Der im Jahr 2007 beschaffte Vorgänger kostete rund 90.000 Euro.
Wie Christoph Kummer erläuterte, sei der deutliche Kostenanstieg vor allem auf die gestiegenen technischen Anforderungen und die Entwicklung moderner Digitalfunktechnik zurückzuführen. Während analoge Funkgeräte im Jahr 2007 noch etwa 300 Euro kosteten, schlagen moderne Digitalfunkgeräte heute mit bis zu 2.000 Euro zu Buche.

