Di.. Aug. 25th, 2026

Wittenberg (md/wg). Am 28. August 2026 um 16 Uhr feiert die Stadtverwaltung mit einer Midissage die beiden aktuell im KUNST.Wittenberg im Alten Rathaus gezeigten Ausstellungen „Cranachs Erben – 30 Jahre Jugendkunstschule“ und „Vergessene Schätze. Stadt- und Landschaftsansichten“ des verstorbenen DDR-Künstlers Wilhelm Schmied.

Anlässlich des 30. Geburtstags der Cranach-Jugendkunstschule werden seit dem 5. Juni 2026 in der Westhalle Werke ehemaliger Schülerinnen und Schüler gezeigt, welche auch heute weiterhin künstlerisch tätig sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Rückblick auf die Geschichte der Jugendkunstschule, Einblicke in aktuelle Kurse sowie Malerei, Grafik und plastische Arbeiten aus dem Archiv.

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Die Jugendkunstschule in der Lutherstadt Wittenberg vermittelt weit mehr als künstlerische Techniken: Sie fördert Wahrnehmung, Kreativität, handwerkliche Fähigkeiten und Persönlichkeitsentwicklung. In einer zunehmend digitalen und funktionalen Welt schafft Kunst Räume für Menschlichkeit, Gemeinschaft und demokratisches Miteinander. Seit drei Jahrzehnten ist die Jugendkunstschule fest in Wittenberg verankert und wirkt bis über die Stadtgrenzen hinaus.

Wilhelm Schmied war ein bedeutender Maler und Grafiker, welcher in Dresden geboren wurde und im Mansfelder Land seine künstlerische Heimat fand. Nach handwerklicher Ausbildung und künstlerischer Weiterbildung entwickelte er sich als Autodidakt zum freischaffenden Künstler in der DDR. In den 1950er Jahren wuchs seine Anerkennung in der Öffentlichkeit. Seine Werke – geprägt von Industrielandschaften, Stadtansichten und Darstellungen des arbeitenden Menschen – zeigen die Verbindung von Mensch, Arbeit und Umwelt.

Schmied blieb stets nah an den Menschen, öffnete sein Atelier für Interessierte und engagierte sich intensiv in der Nachwuchsförderung. Für sein Schaffen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Nationalpreis der DDR und den Kunstpreis der DDR. Heute gilt er als wichtiger Vertreter der deutschen Kunst nach 1945.

Beide Ausstellungen können bis einschließlich dem 18. September 2026 während der untenstehenden Öffnungszeiten besucht werden: Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 13 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei. Foto: W. Gorsboth

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