Mo.. Nov. 2nd, 2026

Wittenberg (md/aw). Kürzere Tage, weniger Sonnenlicht und nasskaltes Wetter können im Herbst auf die Stimmung schlagen. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme sind typische Begleiterscheinungen des sogenannten Herbstblues. Die AOK Sachsen-Anhalt gibt Tipps, wie sich mit einfachen Veränderungen im Alltag gegensteuern lässt.

Ursache für das saisonale Stimmungstief ist vor allem der Mangel an Tageslicht. Dadurch verändert sich der Hormonhaushalt: Der Körper bildet weniger Serotonin und mehr Melatonin, das müde macht. Regelmäßige Bewegung kann helfen. „Bereits Spaziergänge oder kurze Sporteinheiten können die Stimmung verbessern und neue Energie schenken“, sagt Michael Schwarze, Regionalsprecher der AOK Sachsen-Anhalt. Auch an bewölkten Tagen lohnt es sich, Zeit im Freien zu verbringen. Das Tageslicht unterstützt zudem einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus.

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Wichtig sind außerdem regelmäßige Schlafenszeiten und eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen. Auch Omega-3-Fettsäuren und eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D können zur Unterstützung des Wohlbefindens beitragen. Soziale Kontakte sollten ebenfalls nicht zu kurz kommen. „Gemeinsame Aktivitäten mit Familie, Freunden oder Kollegen fördern das emotionale Wohlbefinden und helfen dabei, Antriebslosigkeit und Rückzugstendenzen entgegenzuwirken“, so Schwarze.

Auch kleine Auszeiten können guttun – etwa ein gutes Buch, ein warmes Bad oder ein anderes persönliches Wohlfühlritual. Meist verschwindet der Herbstblues von selbst. Halten Beschwerden jedoch länger als zwei Wochen an oder beeinträchtigen sie den Alltag deutlich, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Anhaltende Hoffnungslosigkeit, starke Niedergeschlagenheit oder Schlafstörungen können Anzeichen für eine ernstere psychische Belastung sein.

Foto – Rund um den Bergwitzsee Foto: Antje Weiß

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