Dienstag, 28.04.2026

Gräfenhainichen (md/aw). Eigentlich wollten die vier- und fünfjährigen Kinder der Kita Regenbogen bei einem Frühlingsspaziergang die ersten Frühblüher entdecken. Doch statt bunter Blumen fiel ihnen etwas anderes ins Auge: Müll am Straßenrand und auf den städtischen Wiesen. „Bei den Kindern kamen dadurch verschiedene Fragen zum Thema Müll auf“, berichtet Anja Pfeifer-Felber, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte.

Aus übrig gebliebenen Verpackungen wie Joghurtbechern und Milchkartons gestalteten die Kinder kreative Müllfiguren.
Fotos: Kita Regenbogen

Aus der spontanen Neugier entwickelte sich ein umfangreiches Projekt, das die Kinder gemeinsam mit Erzieherin Doreen Guddat auf den Weg brachten. Ziel war es, spielerisch für Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.

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Ausgestattet mit Schutzhandschuhen und Plastiktüten machten sich die Kinder erneut auf den Weg und sammelten Müll auf einer nahegelegenen Wiese. Zurück in der Kita wurde der Fund sorgfältig sortiert. Große Papierbögen in den Farben der Müllkategorien halfen dabei, die Abfälle richtig zuzuordnen, bevor sie schließlich in den entsprechenden Tonnen entsorgt wurden.

Doch damit war das Interesse der Kinder längst nicht gestillt. „Die Kinder zeigten auch danach noch großes Interesse an dem Thema Müll, darum haben wir es ausgeweitet“, sagt Guddat. Gemeinsam wurden Kinderbücher gelesen und Gespräche darüber geführt, welche Auswirkungen Müll auf die Umwelt hat. Besonders eindrucksvoll war ein gestaltetes Bodenbild, das zeigte, wie Fische Plastikteile im Meer verschlucken können.

Auch die kreative Seite kam nicht zu kurz: Aus vermeintlichem Abfall wie Joghurtbechern und Milchkartons bastelten die Kinder fantasievolle „Müllmännchen“. So wurde aus Wegwerfmaterial neues Leben geschaffen.

Auch in Zukunft wollen die Erzieherinnen daran anknüpfen und die Kinder dazu ermutigen, Müll zu vermeiden – etwa durch weniger verpackte Lebensmittel beim Frühstück.

Von Redaktion