Wittenberg (md/aw). Am 23. April haben Studierende der Hochschule Anhalt im Großen Saal des Alten Rathauses neue Nachnutzungskonzepte für zwei derzeit ungenutzte Innenstadtgebäude – die Alte Hauptpost und das Alte Gefängnis – vorgestellt.
„Die Immobilien müssen belebt werden, um am Leben zu bleiben“, betonte Oberbürgermeister Torsten Zugehör, der gemeinsam mit der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH und der Wittenberger Wohnungsbaugesellschaft mbH an der Präsentation teilnahm.
Fünf von insgesamt neun erarbeiteten Konzepten wurden vorgestellt. Die Projektleiterin und Professorin Vesta Nele Zareh zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Ansätze. Die Studierenden hatten zuvor sowohl die Gebäude als auch ihren stadträumlichen Kontext umfassend analysiert und darauf aufbauend Entwicklungsstrategien erarbeitet.
Für die Alte Hauptpost reichten die Ideen von Wohnnutzung über ein generationenübergreifendes „Haus der Begegnung“ bis hin zu einer Museumsfläche für Telegraphie und Digitalisierung. Für das Alte Gefängnis reichten die Überlegungen von Lager- und Archivnutzung über Co-Working-Spaces bis hin zu einem modernen Wissensstandort unter dem Leitgedanken „Gefangen im Wandel“.
Die Stadt bewertet die Ergebnisse als wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung der beiden Gebäude. Zugehör sprach in diesem Zusammenhang vom „dritten Blick“: Die externe Perspektive junger Menschen unter fachlicher Begleitung bereichere die städtische Planung erheblich.
Eine konkrete Zeitschiene für die Umsetzung gibt es bislang nicht. Ziel der Stadt ist es jedoch, sowohl die Alte Hauptpost als auch das Alte Gefängnis nicht nur zu erhalten, sondern sie langfristig wiederzubeleben und sinnvoll in die Stadtentwicklung einzubinden.
Foto: stadtverwaltung

