Wörlitz (md/wg). Am kommenden Donnerstag, dem 23. Juli 2026, lädt die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz in das Schloss Wörlitz ein. Dr. Steffen Kaudelka beleuchtet Fürst Franz‘ Verhältnis zu den seinerzeit neu entstandenen Vereinigten Staaten von Amerika. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Freitreppe am Schloss, Preis pro Person: 12 Euro. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet die Kulturstiftung um eine vorherige Anmeldung per Mail an: schloss-woerlitz@gartenreich.de oder unter Tel.: 034905/40 920.
Großbritannien galt dem regierenden Fürsten, Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, nahezu in jeder Beziehung als leuchtendes Vorbild: in Fragen des persönlichen Lebensstils, in der Gestaltung von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und natürlich in der Kunst. Der englische Landschaftsgarten war der Klassiker unter den „Importartikeln“ des Fürsten, der selbst nur allzu gerne sein Leben in England verbracht hätte.
Aber welche Beziehung pflegte der reformorientierte Fürst Franz zu Amerika, zu den dreizehn neuen Kolonien, die sich in den 1770er Jahren immer mehr vom Mutterland lossagten und eine eigene Unabhängigkeit anstrebten? Wie stand er zu den verheerenden Ereignissen im Unabhängigkeitskrieg? Offizielle Dokumente liegen (bislang) hierzu nicht vor, doch lassen sich bei genauerem Hinsehen eher unauffällige Spuren der Wahrnehmung finden, denen bei der Führung im Erdgeschoss von Schloss Wörlitz nachgegangen werden soll. Es sind Anhaltspunkte, die sich zu einem besseren Verständnis fügen lassen. Die Führung findet anlässlich des vor Kurzem verstrichenen 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung statt. Foto: ©KsDW/Peter Dafinger


