Dessau (md/wg). Das Programm des 1. Sinfoniekonzerts der neuen Konzertsaison am 8. und 9. Oktober, jeweils 19.30 Uhr, entführt das Publikum nach Spanien. Dort begegnet es Don Quixote, dem „Ritter von der traurigen Gestalt“, wie ihn Richard Strauss, inspiriert durch Miguel de Cervantes‘ berühmten Roman, in einer seiner Sinfonischen Dichtungen dargestellt hat. Der Held wird von einem Solocello verkörpert. Hierfür konnte mit Benedict Kloeckner (siehe Foto) einer der angesagtesten Cellisten der jüngeren Generation nach Dessau verpflichtet werden. Er gastiert auf den Konzertpodien weltweit und ist seit einem Jahr Professor an der École Normale de Musique in Paris.
Eröffnet wird der Konzertabend mit einer Komposition des Spaniers Joaquín Turina. Seine Sinfonische Dichtung „La procesión del Rocío“ (1913) schildert ein traditionelles Volksfest zu Ehren der Mutter Gottes in Sevilla. Im zweiten Teil des Abends erklingt Joseph Haydns letzte für London geschriebene Sinfonie Nr. 104 – ein Werk, das in jedem seiner vier Sätze von Haydns überlegener Meisterschaft zeugt. Am Dirigentenpult der Anhaltischen Philharmonie steht GMD Markus L. Frank. Neben den gewohnten Konzerteinführungen im Foyer findet am 9. Oktober ab 18.30 Uhr auch wieder „Philharmini“ statt, die beliebte Einführung für Kinder ab sechs Jahren.
Zu ausgewählten Sinfoniekonzerten bietet das Anhaltische Theater ein spezielles Programm für Kinder an, das diese spielerisch, lehrreich und unterhaltsam an die klassische Musik heranführt, sie neugierig machen und begeistern soll. Denn: Klassische Musik macht Spaß! Kurzweilig und informativ moderiert erfahren sie hier Wissenswertes über die Musiker, ihre Instrumente, Komponisten und ausgewählte Werke der Musikliteratur.
Während die Kinder an „Philharmini“ teilnehmen, können die Eltern die „reguläre“ Konzerteinführung besuchen. Anschließend gehen Kinder und Eltern gemeinsam in den Großen Saal und hören den ersten Teil des Sinfoniekonzertes. Hier sitzen die Kinder natürlich in der ersten Reihe und können die Musiker und den Dirigenten bei ihrem Spiel ganz aus der Nähe betrachten. In der Pause werden die „Philharminis“ von ihren Eltern wieder abgeholt. Ob es dann gleich nach Hause geht oder die Familie gemeinsam auch dem zweiten Teil des Konzerts lauscht, ist jedem selbst überlassen. Foto: ©Marco Borggreve


