Sa.. Nov. 7th, 2026

Bad Schmiedeberg (md/wg). Der Naturpark Dübener Heide trägt erneut das Prädikat „Qualitäts-Naturpark“. Bei der bundesweiten Qualitätsoffensive des Verbands Deutscher Naturparke e.V. erreichte er 409 von 500 möglichen Punkten, das sind 21,5 Punkte mehr als bei der Bewertung 2020. Dr. Daan P. Schneider, der das Rezertifizierungsverfahren für den Naturpark verantwortlich koordiniert hat, nahm die Urkunde stellvertretend beim Deutschen Naturparktag im Naturpark Aukrug entgegen.

Mit der Qualitätsoffensive prüft der Verband, wie gut die Naturparke ihre Aufgaben erfüllen und wo sie sich weiterentwickeln können. Bewertet werden fünf Handlungsfelder: Management und Organisation, Naturschutz und Landschaftspflege, Erholung und nachhaltiger Tourismus, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung sowie nachhaltige Regionalentwicklung. Neben einem umfangreichen Kriterienkatalog gehören ein Besuch durch einen Qualitäts-Scout und Gespräche vor Ort zur Bewertung.

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Besonders gut schnitt die Dübener Heide in den Bereichen Management und Organisation (89 Punkte) sowie nachhaltige Regionalentwicklung (84 Punkte) ab. Der Qualitäts-Scout hebt hervor, dass der Naturpark dieses Ergebnis trotz geringer Finanzausstattung erreicht hat. Er würdigt das Team als „hochmotiviert“ und die Einbindung von Ehrenamtlichen und Partnern als vorbildlich.

Drei Sonderpunkte gab es für die regelmäßig stattfindenden Kreativangebote „Aquarellmalerei im Naturpark-Haus Dübener Heide“ und „Kreative Naturwanderung“. Ein besonderer Dank gilt Olga Atamaniuk und Olha Prystynska, die diese Angebote gestalten und begleiten. In die Bewertung flossen auch Exkursionen zum Hammerbach, nach Tornau und zur Heide-Biber-Tour, der Besuch in der Naturpark-Schule Bad Schmiedeberg sowie Gespräche mit Partnern vor Ort ein. Das Ergebnis ist eine gemeinsame Leistung der Mitarbeiter, der Ehrenamtlichen und der vielen Menschen, die die Naturparkarbeit unterstützen.

Der Bericht zeigt zugleich, wo Entwicklung möglich ist: Ein eigenes touristisches Profil ist bisher wenig ausgeprägt und das Angebot an naturparkeigenen Führungen ist ausbaufähig. Zu den Empfehlungen des Scouts gehören eine angemessene Grundfinanzierung, barrierefreies Naturerleben, eine stärkere Sichtbarkeit des Naturparks in der Dübener Heide und der Aufbau eines Netzwerks von Naturpark-Partnern. Auch die Rahmenbedingungen spielen eine Rolle: Aufgaben wie die Gebietsbetreuung, die Arbeit mit Naturpark-Schulen und -Kitas sowie das Regionalmanagement hängen weitgehend von befristeten Projektmitteln ab.

Das Naturpark-Team wird die Empfehlungen aufgreifen und prüfen, wie sie sich in der weiteren Arbeit umsetzen lassen. Der Verein Dübener Heide e.V. als Träger des Naturparks wird zudem die Gespräche mit den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt über eine angemessene Grundfinanzierung fortsetzen. Foto: W. Gorsboth

Von Redaktion

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