Dienstag, 12.05.2026

Wittenberg (md/aw). Die Lutherstadt Wittenberg lässt Anfang bis Mitte Mai insgesamt 1.021 Eichen gegen den Eichenprozessionsspinner behandeln. Die Arbeiten erfolgen abhängig von der Witterung mittels Sprühverfahren über Bodenfahrzeuge an öffentlichen Standorten wie Grünanlagen, Straßenzügen, Schulen, Kitas und Friedhöfen.

Foto: Antje Weiß

Mit der Durchführung wurde die Fachfirma Enviro Pest Control GmbH beauftragt. Die Kommunalservice GmbH übernimmt die Verkehrssicherung und Koordinierung vor Ort. Die Kosten der Maßnahme liegen bei knapp 10.000 Euro und werden anteilig durch Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt.

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Zum Einsatz kommt das biologische Präparat „Foray ES“ auf Basis des Bakteriums Bacillus thuringiensis. Das Mittel wirkt gezielt gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners und soll andere Insekten möglichst schonen.

Nicht behandelt werden aus Naturschutzgründen zwei Abschnitte des Elberadweges im Bereich Griebo sowie Wittenberger Luch/Luthersbrunnen. Die Flächen liegen an einem FFH-Gebiet beziehungsweise Biosphärenreservat. Sollte dort ein Befall auftreten, sollen die Nester manuell entfernt werden.

Mit der Maßnahme reagiert die Stadt auf die gesundheitlichen Risiken durch den Eichenprozessionsspinner. Die Brennhaare der Raupen können unter anderem Hautreizungen, Augenreizungen und Atembeschwerden verursachen.

Von Redaktion