Wittenberg (md/wg). Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunstexpeditionen“ spricht am 4. November 2026, 18.30 Uhr, Walter Martin Rehahn im Malsaal der Cranach-Stiftung über die Malerin Paula Modersohn-Becker, der Eintritt beträgt fünf Euro. Porträts, Kinderbildnisse, die Darstellung der bäuerlichen Lebenswelt in Worpswede, Landschaften, Stillleben und Selbstbildnisse machen das Werk von Paula Modersohn-Becker aus, die 1907 mit nur 31 Jahren starb. Geboren im Jahr 1876 in Dresden verlagerte sich 1888 der Lebensmittelpunkt ihrer Familie nach Bremen.
Dort wurde ihr bereits im Jahr 1927 als erster Künstlerin überhaupt ein eigenes Museum gewidmet. Ihren ersten Kunstunterricht erhielt sie in London und später in Berlin, allerdings nicht an einer Kunstakademie. Die entscheidenden Impulse für ihre Entwicklung empfing Paula Becker in der Künstlerkolonie Worpswede und bei vier Aufenthalten in Paris. Worpswede blieb sie bis zu ihrem frühen Tod eng verbunden und pflegte dort Freundschaften mit Künstlerkollegen wie Gerhart Hauptmann oder Rainer Maria Rilke. Stilistisch werden ihre Werke dem frühen Expressionismus zugeordnet. Vorbilder waren unter anderem Paul Cézanne oder Paul Gauguin. Der Vortrag versucht, dem unruhigen Leben der Künstlerin nachzugehen und eine repräsentative Auswahl ihrer Werke vorzustellen.
Passend dazu zeigt das Studiokino im Malsaal am 5. November um 19.30 Uhr das biografische Filmdrama „Paula“ (2016), Tickets zu acht Euro sind an der Abendkasse erhältlich. Um 1900 träumt die junge Paula Becker davon, Malerin zu werden. Sie widersetzt sich den Wünschen ihrer Familie und den Konventionen der Zeit und zieht nach Worpswede. Dort schließt sie sich einer Gruppe von Künstlern an, die die gängigen Regeln der Ästhetik außer Kraft setzen – den Expressionisten. In der Bildhauerin Clara Westhoff und dem Dichter Rilke findet sie gute Freunde, in dem Landschaftsmaler Otto Modersohn einen Seelenverwandten, der schließlich ihr Ehemann wird. Foto: Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis, 1905, Kunsthalle Bremen

