Di.. Juni 2nd, 2026

Magdeburg (md/aw). Mit einem gemeinsamen Festjahr feiern die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben 2026 das 30-jährige Bestehen ihrer UNESCO-Welterbestätten. Vorgestellt wurde das Jubiläumsprogramm gestern bei einem Pressetermin in der Staatskanzlei in Magdeburg.


Dr. Thomas T. Müller, Jochen Kirchner, OB Torsten Zugehör, Staatsminister Rainer Robra, Direktorin Birgit Neumann-Becker und Bürgermeister Carsten Staub (v.l.) beim Pressetermin in Magdeburg. Fotos: Killyen / Luthergedenkstätten

Im Mittelpunkt stehen die sechs historischen Luthergedenkstätten: in Wittenberg das Lutherhaus, das Melanchthonhaus, die Schlosskirche und die Stadtkirche St. Marien, in Eisleben Luthers Geburts- und Sterbehaus. Die UNESCO hatte die Stätten 1996 als Weltkulturerbe anerkannt.

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Der Auftakt des Jubiläums ist am 20. Juni ein Bürgerfest rund um Luthers Sterbehaus in Eisleben. Bereits am Vormittag findet in der Andreaskirche ein Festakt statt. Ab 13 Uhr gibt es Musik, Familienangebote und Mitmachaktionen. Einen Tag später folgt ein Festgottesdienst in der Taufkirche St. Petri und Pauli.

Von Juli bis Dezember wird jeweils am siebten Tag eines Monats eine andere Welterbestätte in Wittenberg oder Eisleben hervorgehoben – mit Sonderführungen, Konzerten und Vorträgen. Zum Abschluss ist Anfang Dezember ein Festakt in Wittenberg geplant.

Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra bezeichnete die Lutherstätten als weltweit bedeutende Erinnerungsorte der Reformation. Das Jubiläum sei eine Gelegenheit, das kulturelle Erbe neu zu entdecken.

Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör betonte die enge Verbindung beider Lutherstädte: „Wir feiern gemeinsam 30 Jahre UNESCO-Welterbe – und damit ein Stück Weltgeschichte, das hier lebendig bleibt.“

Dr. Thomas T. Müller, Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten, kündigte ein vielfältiges Programm für alle Generationen an. Besonders wichtig sei es, die Menschen in den Lutherstädten aktiv einzubeziehen.

Pfarrerin Birgit Neumann-Becker hob die Bedeutung der Wittenberger Schlosskirche hervor, die jährlich rund 150.000 Gäste aus aller Welt besuchen. Die Kirche sei zugleich Welterbestätte, Gotteshaus und Ausbildungsort für den kirchlichen Nachwuchs.

Auch die Stadtkirche St. Marien bleibt ein zentraler Erinnerungsort der Reformation. Dort predigte Martin Luther, zudem entstanden hier die ersten evangelischen Gottesdienste in deutscher Sprache.

Zum Jubiläum erscheint außerdem ein neuer 0-Euro-Sammlerschein mit Motiven aus Wittenberg und Eisleben. Erhältlich ist er in den Tourist-Informationen beider Städte.

Von Redaktion