Oranienbaum (md/wg). Traditionell wird am ersten Maiwochenende in ganz Sachsen-Anhalt die Radfahrsaison am Elberadweg mit zahlreichen Radtourenangeboten und Veranstaltungen eröffnet. Nach einjähriger Pause ist die Freude auf den überregionalen Radaktionstag besonders groß. Die WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg lädt zusammen mit der Stadt Oranienbaum-Wörlitz dazu ein, am 3. Mai im Rahmen von geführten Radtouren, die wiedererwachte Natur im Biosphärenreservat Mittelelbe entlang des Elberadwegs zu entdecken und anschließend gemeinsam am Informationszentrum Auenhaus bei Oranienbaum zu feiern.
Von Lutherstadt Wittenberg, Coswig (Anhalt), Aken (Elbe), Zerbst/Anhalt über Dessau-Roßlau sowie von Bitterfeld und Gräfenhainichen führen insgesamt neun Touren auf Radwegen der WelterbeRegion zum Infozentrum des Biosphärenreservates Mittelelbe. Davon starten in den Städten Wittenberg und Dessau-Roßlau jeweils zwei Touren mit unterschiedlichen inhaltlichen und sportlichen Ansprüchen. Während der Radtouren erwarten die Teilnehmenden auch spannende Kulturstopps mit kultur- oder naturhistorischen Informationen zur Region, wie zum UNESCO-Gartenreich Dessau-Wörlitz, zu ausgewiesenen Frauen-Orten, sehenswerten Kirchen und zum Biosphärenreservat. Die Teilnahme an den Radtouren ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich.
Die erste Tour von Wittenberg (circa 30 Kilometer) startet um 9 Uhr auf dem Marktplatz, über Pratau, Wörlitz und Vockerode geht es zum Ziel. Es gibt zwei Kulturstopps zur Schifffahrt auf der Elbe und zum Unesco-Biosphärenreservat Mittelelbe. Geleitet wird die Tour von Michael Herzog vom ADFC Wittenberg. Die zweite Tour von Wittenberg (circa 50 Kilometer) startet um 9 Uhr am Café Röstbursche und führt über Bergwitz, Gräfenhainichen und Möhlau. Dabei handelt es sich um eine sportliche Graveltour, die teils über unbefestigte Wald- und Schotterwege führt.
In Coswig wird um 9 Uhr auf dem Marktplatz gestartet, von dort geht es über Wörlitz und Vockerode zum Auenhaus. Tourenführer ist Uwe Richter vom Naturpark Fläming e.V. Für die Überfahrt mit der Fähre sind drei Euro pro Person und Rad einzuplanen. Start am Bahnhof in Gräfenhainichen ist um 9.45 Uhr, Kulturstopps werden an der Stadtkirche St. Marien und am Park in Oranienbaum eingelegt. Es führt Monika Kaiser vom WelterbeTours e.V.
Am Informationszentrum Auenhaus angekommen, werden die Radler und Gäste vom Bürgermeister der Stadt Oranienbaum-Wörlitz, Maik Strömer und vom Tourismusverband begrüßt und zum Verweilen eingeladen. Für kulinarische Angebote vor Ort sorgt das Ringhotel „Zum Stein“ aus Wörlitz. Das Gelände des Auenhauses bietet ebenso genug Platz zum Picknicken mit mitgebrachtem Essen. Jeweils um 13.30 Uhr und 15 Uhr werden Führungen durch die interaktive Ausstellung im Informationszentrum Auenhaus sowie durch die Biberfreianlage in der Kapenniederung angeboten.
Im Außenbereich präsentieren verschiedene Informationsstände Wissenswertes über Umwelt und Natur sowie interessante Angebote rund um die Ausflugsziele der Region. Am Infostand der WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg besteht außerdem die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Ein weiteres Highlight ist die Staffelstab- und Urkundenübergabe der Gastgeberstädte des Elberadeltages mit Verkündung des Zielortes für den nächsten Elberadeltag 2027. Alle Informationen zur Veranstaltung und eine Übersicht aller Radtouren-Angebote sind auf der Webseite elberadeltag.anhalt-dessau-wittenberg.de zu finden.
Hintergrund
Der Elberadweg ist der meistbefahrene Radfernweg Deutschlands. Das geht aus einer Umfrage des Fahrradclubs ADFC hervor, an der sich rund 17.300 Internetnutzerinnen und -nutzer beteiligt hatten, teilt die Koordinierungsstelle Elberadweg Süd beim Tourismusverband Sächsische Schweiz mit. Der Elberadweg eroberte sich damit die Spitzenposition nach fünf Jahren zurück. Er wurde zwar zu Beginn der Corona-Pandemie besonders stark genutzt, danach sind die Nutzungszahlen an den Fahrradzählstellen in Sachsen-Anhalt aber teils deutlich zurückgegangen. Zuletzt hatte der Weser-Radweg Platz eins in der ADFC-Radreiseanalyse belegt. Foto: W. Gorsboth/Archiv

