Wittenberg (md/wg). Auch in diesem Jahr setzen am 8. Juli wieder mehr als 600 Städte in Deutschland ein klares Bekenntnis zu nuklearer Abrüstung, gegen Kriege und für ein friedliches Zusammenleben der Menschen weltweit. So auch die Lutherstadt Wittenberg, die seit 2011 Mitglied im weltweiten Bündnis Mayors for Peace ist und am Mittwoch vor dem Neuen Rathaus die Flagge des Bündnisses hisst. Diese symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen.
Vor 81 Jahren erlebten die Menschen in den Städten Hiroshima und Nagasaki das unbeschreibliche Grauen eines Atombombenabwurfes. Seither warnen die Überlebenden dieser Katastrophe vor den Folgen des Einsatzes von Nuklearwaffen. Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996, also vor genau 30 Jahren.
Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“
Wer sind die Mayors for Peace?
Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.390 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an. Von den über 900 zugehörigen Städten in Deutschland beteiligen sich rund 600 Städte in diesem Jahr am Flaggentag.

