Landkreis Wittenberg (md/aw). Im Landkreis Wittenberg hat die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2025 leicht abgenommen. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 3.917 Unfälle registriert – 85 weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Unfälle mit Verletzten an. Insgesamt wurden 505 Menschen leicht verletzt, das sind 75 mehr als 2024. Die Zahl der Schwerverletzten sank dagegen von 80 auf 70. Drei Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben, drei weniger als im Vorjahr.
Häufigste Unfallursache bleiben Wildunfälle. Zwar ging ihre Zahl um gut sechs Prozent auf 1.030 Fälle zurück, dennoch macht diese Unfallart weiterhin mehr als ein Viertel aller Unfälle aus. Deutlich rückläufig waren außerdem Unfälle durch Wenden und Rückwärtsfahren sowie durch überhöhte Geschwindigkeit. Dagegen nahmen Vorfahrtsverstöße und Fehler beim Abbiegen zu.
Besonders auffällig ist der hohe Anteil älterer Unfallverursacher: Fast 30 Prozent aller Verursacher waren über 65 Jahre alt. Der Anteil junger Fahrer unter 25 Jahren blieb mit 7,5 Prozent vergleichsweise niedrig.
Die Polizei registrierte zudem 729 Fälle von Fahrerflucht. Damit entfernte sich bei fast jedem fünften Unfall mindestens ein Beteiligter unerlaubt vom Unfallort.
Bei Verkehrskontrollen wurden deutlich weniger alkoholisierte Fahrer festgestellt als im Vorjahr, gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss an. Die Polizei mahnt deshalb weiterhin zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr, vor allem bei unangepasster Geschwindigkeit und während der Dämmerung wegen erhöhter Wildwechselgefahr.
Foto: Polizeirevier Wittenberg

