Wittenberg (md/wg). Am 1. Juli gastiert das Akademische Orchester Halle unter der Leitung von Daniel Spogis um 20 Uhr auf dem Hof der Leucorea, bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der Schlosskirche statt. Solist ist Malte Hornbostel (Saxophon). Tickets zu 12 Euro sind im Vorverkauf bei der Touristeninformation, Restkarten an der Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn erhältlich.
Bei der diesjährigen Sommerserenade präsentiert das Akademische Orchester ein schwungvolles Programm rund um George Gershwins „Amerikaner in Paris“. Klanggewaltige Orchestermusik verbindet sich hier mit der Jazz-Musik der 20er Jahre – sozusagen eines der frühesten „Crossover“-Werke der Musikgeschichte. Auch Darius Milhaud spielt in seiner quirligen Suite für Saxophon und Orchester „Scaramouche“ mit diesen Klängen und schreibt eine Samba als Schlusssatz.
Weniger bekannt ist die Musik der afro-amerikanischen Komponistin Florence Price. In ihrem Orchesterwerk „The Mississippi River“ nimmt sie die Zuhörer mit auf eine Reise entlang dieses Flusses und zitiert mehrere berühmte Spirituals wie „Go down Moses“. Einen Ruhepunkt bildet Samuel Barbers emotional-intensives „Adagio for Strings“, das auch mehrfach als Filmmusik Verwendung fand.
Das Akademische Orchester der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (AO) setzt sich zusammen aus rund 90 musikbegeisterten Studenten, Mitarbeitern und Ehemaligen verschiedenster Fachbereiche der Alma Mater halensis. In der großen Besetzung erarbeitet das AO jedes Semester ein anspruchsvolles Programm, die gespielten Werke reichen dabei von den Meilensteinen des sinfonischen Repertoires über Unbekanntes bis hin zu Filmmusik. Regelmäßig ist das Orchester damit in der Händelhalle in Halle sowie in der Lutherstadt Wittenberg zu Gast. Seit 2021 ist Daniel Spogis Leiter des AO. Foto: Egbert Schmidt

