Samstag, 29.11.2025

Coswig (md). „Wenn ein Trägerwechsel erfolgt, verändert sich einiges, umso wichtiger ist es für uns, die Mitarbeitenden von Anfang an bestmöglich zu informieren und offene Fragen zu beantworten“, erklärte Andreas Mörsberger, Sprecher des Vorstandes und Vorstand Finanzen der Johannesstift Diakonie. Und so erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Informationsveranstaltung im Evangelischen Herzzentrum Coswig eine prall gefüllte Tagesordnung mit zahlreichen Referenten, darunter der gesamte Vorstand der Johannesstift Diakonie.

Das Unternehmen und seine Führungsorganisation wurden dabei ebenso vorgestellt wie die Servicebereiche vom Catering bis zur Gebäudereinigung. Hier stehen einige Neuerungen an, insbesondere im Bereich Catering: Patienten erhalten ihr Essen in Zukunft nicht mehr per Tablett-, sondern mit einem Buffetsystem, so dass sich jeder selbst die gewünschten Speisen und Mengen zusammenstellen kann. Dass für die Cafeteria im Erdgeschoss eine Wiedereröffnung geplant ist, sorgte bei den Mitarbeitern für große Freude.

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Weitere Themen waren IT-Integration, Übernahme der Entgeltabrechnung, digitales Bewerbungsmanagement und die Mitarbeiter-App. Nachdem sich die Mitarbeitervertretung und der Betriebsrat des Konzerns mit ihren Strukturen, den Aufgaben und Infos zu Dienstvereinbarungen vorgestellt hatten, folgte ein „Get-Together“: Bei Speisen und Getränken und einer Torte mit dem neuen Logo des Herzzentrums wurden anregende Gespräche geführt, weitere Fragen beantwortet und Kontakte geknüpft.

„Wir freuen uns, dass diese Veranstaltung so gut angenommen wurde“, fasste Matthias Lauterbach zusammen, der neben dem Paul Gerhardt Stift jetzt auch das Evangelische Herzzentrum Coswig als Geschäftsführer leitet. Auch die nächsten gemeinsamen Events sind bereits geplant: Am 13. Mai werden Klinikleitung und Geschäftsführung für die Mitarbeiter anlässlich des Tages der Pflege grillen – so, wie dies auch im Paul Gerhardt Stift schon jahrelange Tradition ist. Für die große Party der Johannesstift Diakonie im Sommer in Berlin haben sich jetzt schon mehr als 70 Kollegen angemeldet.

Mit dem Trägerwechsel von Medicilin zur Johannesstift Diakonie wird das Evangelische Herzzentrum in Coswig künftig auch enger mit dem Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift zusammenarbeiten. Die Leitungen beider Häuser haben ebenso wie die Chefärzte bereits gemeinsame Sitzungen durchgeführt und Ideen entwickelt. An beiden Standorten sollen die leistungsfähigen Kardiologien erhalten werden, wobei einzelne Leistungen künftig an einem der Standorte konzentriert werden. Auch der gemeinsame Austausch der Teams und ein gemeinsamer Bereitschaftsdienst sind für den Bereich Kardiologie angedacht.

Im Fachgebiet Gefäßmedizin soll die interventionelle Angiologie gestärkt und ein panvaskuläres Zentrum errichtet werden. In letzterem arbeiten die verschiedenen Fachbereiche fachübergreifend zusammen, um Patienten mit Gefäßerkrankungen bestmöglich zu versorgen. Auch im Bereich der Intensivmedizin wollen beide Häuser enger zusammenarbeiten und Herzpatienten nach der Operation interdisziplinär betreuen. „Langfristiges Ziel ist es außerdem, das Evangelische Herzzentrum zu einem Akademischen Lehrkrankenhaus zu entwickeln“, erklärte Matthias Lauterbach.

Hintergrund

Die Johannesstift Diakonie – ein diakonisches Gesundheits- und Sozialunternehmen mit 60 Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen – ist im Landkreis Wittenberg stark vertreten: Neben dem Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift, den Pflege & Wohnen-Einrichtungen Georg Schleusner in Wittenberg, Katharina und Henriette in Oranienbaum sowie Barbara in Zschornewitz oder dem Katharina von Bora Hospiz befindet sich seit dem 1. April auch das Herzzentrum in Coswig in Trägerschaft der Johannesstift Diakonie.

Bild: Die Mitarbeiterversammlung im Evangelischen Herzzentrum Coswig war sehr gut besucht. Foto: Janet Pötzsch

Von Redaktion