Mi.. Juli 15th, 2026

Wittenberg (md/wg). Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung kann das Leben der Betroffenen von einem Tag auf den anderen grundlegend verändern. Neben der medizinischen Versorgung sind Austausch, Verständnis und gegenseitige Unterstützung entscheidende Faktoren, um den Alltag bewältigen zu können. Aus diesem Grund hat sich in der Lutherstadt Wittenberg eine neue Selbsthilfegruppe für herzkranke Menschen gegründet.

Die Gruppe richtet sich an Betroffene und möchte Raum für Gespräche, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Motivation bieten. Wer Interesse oder Fragen hat, meldet sich unter der Rufnummer 0172/36 01 313 oder bei der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, soziale Vereine & Initiativen der Stadt Wittenberg, Tel.: 03491/421-91 830, E-Mail: selbsthilfekontaktstelle@wittenberg.de.

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Fast jeder dritte Deutsche muss mit einer Herz-Kreislauferkrankung rechnen, gleichzeitig sind Herz-Kreislauferkrankungen in Deutschland die häufigste Todesursache. Herzschwäche ist eine Volkskrankheit in Deutschland, die häufigsten Ursachen sind koronare Herzerkrankungen, wie ein durchgemachter Herzinfarkt. Auswirkungen haben zudem der Bluthochdruck und die Zuckerkrankheit. Wegen der immer älter werdenden Bevölkerung und der verbesserten medizinischen Versorgung ist zu erwarten, dass die Zahl der Betroffenen kontinuierlich ansteigen wird.

Eine Herz-Kreislauferkrankung stellt für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine beunruhigende Belastung dar. Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, Medikamentennebenwirkungen, Angst und Unsicherheit beeinträchtigen die Lebensqualität oft erheblich. Eine besondere Qualität erhalten diese Probleme dann, wenn ein Ereignis wie Herzinfarkt, Bypass-Operation, Schrittmacher- oder AICD (Automatic Implantable Cardioverter Defibrillator) eintritt oder z.B. ein Medikament zur Hemmung der Blutgerinnungsfähigkeit auf Dauer eingenommen werden muss.

Eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen will Gespräche, Erfahrungsaustausch, gegenseitige Hilfe auch und gerade bei alltäglichen Problemen sowie gemeinsame Unternehmungen ermöglichen sowie Hoffnung, Hilfe zur Selbsthilfe und emotionale Unterstützung zur Lebensstiländerung bei Übergewicht, Nikotinmissbrauch und Bewegungsmangel geben. Vermittlung verständlicher Informationen, die einen selbstverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung ermöglichen, psycho-soziale Unterstützung zum Abbau unnötiger Ängste und zur Wiederherstellung des Selbstwertgefühls, Verhinderung krankheitsbedingter sozialer Isolierung, Beistand in der Auseinandersetzung mit Behörden, Krankenkassen und Arbeitgebern, sind weitere Anliegen, für die eine Selbsthilfegruppe sich einsetzen kann. Foto: Adobe Stock

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