Di.. Okt. 20th, 2026

Wittenberg (md/aw). Wann ist Krieg gerechtfertigt? Und darf ein Christ als Soldat kämpfen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Martin Luther bereits vor 500 Jahren. Seine Schrift „Ob Kriegsleute in seligem Stand sein können“ steht vom 30. Oktober bis 1. November im Mittelpunkt der Luther-Studientage in Wittenberg.

Die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt, die LutherMuseen und die Stiftung LEUCOREA laden dazu in die Evangelische Akademie am Schlossplatz ein. Die Teilnehmer wollen Luthers Gedanken zu Krieg, Frieden, Gehorsam und Gewissen mit heutigen Fragen verbinden.

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Luther hielt Kriegsdienst zur Abwehr von Unrecht und zum Schutz des Friedens grundsätzlich für mit dem christlichen Glauben vereinbar. Gleichzeitig setzte er dem Gehorsam eine Grenze: Wer einen offensichtlich ungerechten Krieg befehle, müsse nicht gefolgt werden. Das eigene Gewissen bleibe entscheidend.

Wie ist diese Haltung heute zu bewerten? Und was lässt sich angesichts aktueller Kriege aus Luthers Schrift lernen? Darüber diskutieren unter anderem Oberst i. G. Prof. Dr. Matthias Rogg, Militärgeneraldekan Thorsten Kirschner, Dr. Friederike Krippner und Leon Krause.

Die Tagung beginnt am 30. Oktober um 17 Uhr. Zum Programm gehören außerdem eine Führung durch das Lutherhaus am 31. Oktober um 16 Uhr und ein Gottesdienst in der Schlosskirche am 1. November um 10 Uhr. Die Teilnahme kostet 60 Euro. Anmeldung unter info@ev-akademie-wittenberg.de, Telefon 03491 4988-0, oder über www.ev-akademie-wittenberg.de.

Foto: Stiftung Luthergedenkstätten – Stich von Daniel Hopfer © wikimedia

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