Magdeburg/Wittenberg (md/wg). Um die Vereine zu stärken und sich für die Kulturlandschaft des Landes einzusetzen, haben am heutigen Donnerstag im Kunstmuseum in Magdeburg Kulturfördervereine aus allen Regionen des Landes das Landesnetzwerk der Kulturfördervereine Sachsen-Anhalt gegründet. Sie legten Leitbild und Arbeitsweise des Landesnetzwerkes fest und diskutierten erste Projekte.
Sprecher sind Michel Redlich vom Förderverein Theater Magdeburg e.V. und Sigrid Bias-Engels vom Freundeskreis der Stiftung Luthergedenkstätten e.V. (siehe Foto). „Mit dem Landesnetzwerk existiert erstmals ein Ansprechpartner für Kulturfördervereine in Sachsen-Anhalt. Unser Ziel ist ein stetig wachsendes Netzwerk zur Sichtbarmachung und Zusammenarbeit kulturfördernden Engagements,“ erläutern die Sprecher.
„Kultur braucht viele Unterstützer und die Kulturfördervereine sind wichtige Akteure in Sachsen-Anhalts Kulturlandschaft. Die Gründung eines Landesnetzwerks bedeutet nachhaltige Vernetzung untereinander und über die Landesgrenzen hinaus, sie stärkt Strukturen und schafft Sichtbarkeit. Ich wünsche dem Landesnetzwerk viel Erfolg für seine zukünftige Arbeit“, betont Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt.
In den rund 680 Kulturfördervereinen und Freundeskreisen des Landes Sachsen-Anhalt finden sich engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um Kunst und Kultur in „ihren“ Einrichtungen zu ermöglichen und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zugänglich zu machen. Regionalveranstaltungen in Lutherstadt Wittenberg, Dessau-Roßlau, Stendal, Halle und Magdeburg hatten das landesweite Treffen vorbereitet. Sie wurden initiiert von der Landesarbeitsgemeinschaft Bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich (LAG BEK), der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Sachsen-Anhalt e.V. (LAGFA Sachsen-Anhalt) und dem DAKU Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland e.V., gefördert von der Kulturstiftung der Länder.
Das Landesnetzwerk will Fürsprecher und Ansprechpartner für die Kulturfördervereine sein. Es wird deren Interessen gegenüber Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vertreten und sich in diesem Rahmen für die Freiheit, den Erhalt und die weitere Entwicklung der reichen Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts einsetzen. Mit der Gründung wird Sachsen-Anhalt künftig auch in der Länderallianz im DAKU neben Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene vertreten sein.
Im Engagement der vielen Mitglieder der Kulturfördervereine und Freundeskreise sieht das Landesnetzwerk einen unverzichtbaren Beitrag zu einer aktiven Zivilgesellschaft und gelebten Demokratie. Es steht für gesellschaftlichen Zusammenhalt, engagierten Dialog und allgemeine Teilhabe. Ausdrücklich bekennt sich das Landesnetzwerken zu den Grundrechten und Werten des Grundgesetzes. Foto: DAKU

